Der Tod einer Ikone!

Einer meiner absoluten Ikonen Alaskas, der Schopflund, stirbt. Auf den Pribilof Inseln, eine kleine Inselgruppe in der Beringsee, wurden in den letzten Jahren tausende tote Schopflunde angespült. Sie finden in einem immer wärmer werdenden Ozean einfach keine Nahrung mehr. Es ist ein Drama. Ich durfte diese wunderbaren Vögel 2013 dort noch fotografieren. Es war einer meiner absoluten Höhepunkte  meiner Alaskareisen. Der Klimawandel trifft Alaska immer härter. Auch wird gerade von mehr als 70 Grauwalen berichtet, die an der Westküste der USA tot angespült wurden. Was passiert, wenn mal die Lachse ausbleiben, weil das Meer zu warm wird? Dann bricht das gesamte Ökosystem der Küste Alaskas zusammen. Denn alles hängt hier am Lachs, die Bären, die Adler ja selbst die Regenwälder. Wer ist schuld? Wir!!! Ich!! Mit meinem Flug 2013 nach Alaska habe ich mein CO2 Kontingent für ein Jahr (!!!) schon um das vierfache überschritten. Es ist ein Dilemma….einerseits sind Reisen so wichtig, um seinen eigenen Horizont zu erweitern, andererseits ruinieren wir damit unser Klima. Was ist wichtiger? Meiner Meinung nach das Klima….es heißt also umzudenken. Klimaneutral reisen, weniger reisen….ich suche noch nach einen Weg für mich. Retten wird es den Schopflund wahrscheinlich nicht mehr. Alaska stirbt.

Mehr darüber hier: https://www.independent.co.uk/environment/tufted-puffins-mass-death-climate-change-alaska-bering-sea-study-a8936356.html

Bernd Römmelt im Juni 2019!