Kategorie-Archiv: News

Serie Bild 8: Zu Besuch bei der Eagle Lady

Das Bild der Weißkopfseeadler entstand im Februar 2007 am Homer Spit auf der Kenai Halbinsel in Alaska. Das Homer Spit ist eine kleine, schmale Landzunge, die 7 km in die Kachemake Bay reicht. Das Homer Spit war bis zum Januar 2009 das Eldorado für alle Weißkopfseeadler-Fotografen auf der ganzen Welt. Ich schätze mal, dass ca 80-90 % aller bis dahin veröffentlichten Bilder von Weißkopfseeadlern dort entstanden sind. Ich war das erste mal 1999 dort und war sofort begeistert. Bis zu 300 Adler sammelten sich jedes Jahr auf dieser winzigen Halbinsel. Der Grund war Jean Keene. Jean hatte es sich vor Jahrzehnten zur Lebensaufgabe gemacht, die Adler im harten Winter Alaskas zu füttern. Nur diese regelmäßige Fütterung lockte im Winter so viele Adler nach Homer. Jeden Morgen, bei jedem Wetter stand Jeane neben ihrem kleinem Motorhome, in ihrem liebevoll gepflegten Garten und fütterte die Tiere mit Fischresten aus der nahen Fischfabrik. Unglaublich. Jeder der wollte, konnte sie besuchen und in ihrem Garten die Adler fotografieren.

Manchmal sammelten sich am Strand 50-100 Tiere gleichzeitig und warteten auf ihr Frühstück. Für uns Fotografen ergaben sich dadurch natürlich unglaubliche Fotomöglichkeiten. Adler sitzend, kämpfend, fliegend, landend…..es war einfach nur gigantisch. Ich verbrachte viele Stunden dort, plauderte mit Jean, mit anderen Fotografen….paradiesische Zustände. Für mich sind Weißkopfseeadler die schönsten Vögel Alaskas. Wer schon Mal einem Adler in die Augen gesehen hat, der wird diesen Moment nie wieder vergessen. Ich konzentrierte mich damals in erster Linie auf Flugaufnahmen, da man hier formatfüllende Aufnahmen mit einem 70-200mm Objektiv bekam (und damals war das 70-200mm das einzige meiner Objektive mit einem Bildstabilisator). Die Arbeit aus der freien Hand, also ohne Stativ, war so wunderbar einfach, man war schneller und flexibler als mit den langen Brennweiten. Oft legte ich aber auch das 70-200 mm Objektiv beiseite und schnallte meine 24-105mm Optik an die Kamera, einfach um die grandiose Landschaft Alaskas noch mit auf das Bild zu bringen. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde ich aus heutige Sicht wahrscheinlich nur mit Weitwinkel arbeiten….Tiere in der Landschaft, das ist die Krönung der Naturfotografie.

Jean starb im Jahr 2009 und damit ging auch dieses Adler/Fotografenparadies verloren. Die Adler wurden die nächsten Jahre noch ein wenig weiter gefüttert, damit die „Entwöhnung“ nicht Hals über Kopf über sie hereinbrach. Natürlich werden jetzt einige schimpfen…“das ist doch gegen die Natur, die Adler zu füttern, das geht doch nicht….“. Ja stimmt alles, trotzdem war es schön bei Jean. Sie war ein Original, eine Ikone Alaskas, ein wenig verrückt aber unglaublich liebenswert. Sie hinterlässt eine Lücke….bis heute. Alaska verändert sich….leider nicht zum guten.

Das Leben ist schön!

Bleibt´s gsund!

Bernd Römmelt im März 2020!

Serie Bild 7: Diese Gruppe wäre erlaubt!

Das Bild entstand im September 2017 in Svalbard und zeigt eine Walrossmutter mit ihrem kleinen Jungen. Der Inselarchipel Svalbard ist eine Perle in der Arktis. Ich sage immer, es ist die Arktis in Kleinformat. Wer möglichst viele, typische Tiere der Arktis in kurzer Zeit kennen lernen möchte, der muss nach Svalbard. Mit ein wenig Glück kann man hier innerhalb von nur zwei Wochen z.B. Eisbären, Walrosse, Polarfüchse, Eiderenten, Rentiere, Krabben- und Papageitaucher, Bartrobben und und und beobachten. Es ist ein Paradies. Man nennt Svalbard auch das warme Herz der Arktis, da der warme Golfstrom für mildere Temperaturen als sonstwo auf diesem Breitengrad sorgt.

Wir schipperten im September 2017 drei Wochen rund um Svalbard. Es war eine stürmische Reise. Eine Orkantief nach dem nächsten jagde über uns hinweg und zwang uns oft, in den geschützten Fjorden Schutz zu suchen. Wer im Herbst dort oben unterwegs ist, weiß worauf er sich einlässt. Es ist die Zeit der Herbststürme. Der Herbst ist aber die einzige Zeit, in der man weit nach Osten fahren kann. Wer früher unterwegs ist, dem versperrt dichtes Packeis den Weg. Das Packeis hatte sich im September weit in  den Norden der Inselgruppe zurückgezogen, so dass wir ohne Probleme bis nach Kvitoya steuern konnten. Kvitoya, die weiße Insel, ist die östlichste Insel des Archipels. Ein dicker Eispanzer liegt wie ein Sargdeckel über der Insel. Wir erreichten Kvitoya an einem stürmischen Tag (natürlich). Immer wieder sahen wir kleine Gruppen von Walrossen vor den Gletscherwänden auftauchen. An eine Zodiacfahrt (kleine, feste Schlauchboot) war eigentlich nicht zu denken. Es juckte uns aber irgendwie doch. Besonders meine guter Freund und Kollege Norbert Rosing wollte unbedingt in Wasser. Also….rein in die Schlauchboote und ab zu den Walrossen. Es waren große Gruppen von Tieren, die immer wieder auftauchten und uns neugierig beobachteten. Es war fast unmöglich zu fotografieren. Immer wieder schwappten große Wellen ins Boot. Die Zodiacs wurde so durchgerüttelt, dass scharfe Bilder zur Glücksache wurden. Ich merkte bald, dass ich immer dann auf den Auslöser drücken musste, wenn die Boote in einen der „Wellengräben“ abtauchte. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich plötzlich eine Walrossmutter mit ihrem Jungen, die uns bebachtete. Das Boote tauchte wieder in eines dieser Wellentäler und ich fotografierte einfach los, sicherlich 40-50 Bilder. Ich konnte im Sucher gar nicht erkennen, was ich da fotografierte. Das Boot schwankte derart, dass ich eigentlich gar nichts mehr sah. Erst beim überprüfen meiner Bilder an Bord, sah ich zu meiner großen Freude, dass tatsächlich ein paar Schüsse was geworden waren. Das obige Bild ist mein absoluter Liebling. Was für unglaublich schöne, majestätische Tiere. Sie schauen aus, wie aus einer anderen Welt. Beide blicken mir direkt in die Linse, direkt in meine Seele. Die Tiere stehen unter strengen Schutz. Sie treffen so selten auf Menschen, dass sie nur wenig Scheu besitzen. Der Mensch ist einfach keine Gefahr für sie….so müsste es überall auf der Welt sein. Neugierige Tiere, die kein Angst vor uns Menschen haben.

Svalbard….du Perle des hohen Nordens….ich hoffe, Dich diesen August wieder besuchen zu können…die Hoffnung stirbt zu letzt.

Bleibt`s gsund

Bernd Römmelt im März 2020!

Serie Bild 6: Im Land der Mitternachtssonne!

Das Bild entstand im Juli 2008 in Grönland. Genauer gesagt am Rande des Eisfjords nahe Ilulissat. Der Ilulissat Eisfjord ist ein Wunder der Natur. Der gesamte Fjord ist voll mit riesigen Eisbergen, Eis soweit das Auge reicht. Gespeist wird der Fjord vom Sermeq Kujalle Gletscher, der als einer der aktivsten Gletscher der Erde gilt. Seine Fließgeschwindigkeit beträgt rund 20 Meter pro Tag, was einer jährlichen Eismenge von 35 Kubikkilometern entspricht. Wer sich im Juli dort oben herumtreibt, der wird zum Nachtschwärmer. Die Sonne geht nicht unter, sie sinkt aber Nachts mehrere Stunden sehr tief, so dass für uns Landschaftsfotografen geradezu paradiesische  Bedingungen herrschen. Während in unseren Breiten die Lichtverhältnisse lediglich eine halbe Stunde am Abend und eine halbe Stunde am frühen Morgen wirklich optimal sind, kann man am Polarkreis im Sommer zwischen 23 Uhr Abends und 3 Uhr Morgens fast ununterbrochen im schönsten Licht fotografieren. Geschlafen wird dann tagsüber.

Ich fotografierte schon mehrere Tage lang am Eisfjord, das Wetter war ununterbrochen sonnig, ja wolkenlos, irgendwie langweilig. Oft baut sich im Sommer über Grönland ein stabiles Hoch auf, das über mehrere Wochen für schönes Wetter sorgt. Diese spezielle Nacht war allerdings besonders. Es zog Seenebel auf. Manchmal stand ich für Minuten im dichten Nebel, dann sackte er wieder nach unten ab. Ein ständiges Spiel aus Licht und Nebel begann. Ich mag Gegenlichtsituationen wie diese sehr gerne. Die Landschdschaft wird zur Silhouette, die eigentlich weißen Eisberge zu schwarzen „Felsen“. Gegen 1 Uhr morgens war alles perfekt. Die Sonne stand jetzt direkt am Horizont und tauchte den Fjord, den Nebel, in orangenes Licht. Hätte ich nur damals schon eine Drohne gehabt (seufz)….

Grönland ist eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. Im Sommer 2019, einem der wärmsten seit Beginn der Messungen, schmolzen auf der ganzen Insel 320 Gigatonnen Eis – das würde siebenmal den Bodensee füllen. Wahnsinn. Ich hoffe nur, dass die gegenwärtige Coronakrise, die Klimakrise nicht vollständig in den Hintergrund drängt. Natürlich müssen wir jetzt erst mal das Virus besiegen, dann aber heißt es mit aller Kraft, den Klimawandel zu bekämpfen. Wir werden beide Kämpfe gewinnen…wenn alle mitmachen. Also pack ma`s! Unsere Erde ist ein Paradies….

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im März 2020!

Serie Bild 5: Im Reich des Geisterbären!

Nein das ist kein Eisbär! Das ist der seltenste Bär der Welt: der Kermode Bär oder Spirit Bear. Der Geisterbär ist eine Unterart des Schwarzbären, also kein Albino, der nur in einem winzig kleinen Gebiet in British Colombia, Kanada vorkommt. Man schätzt den Bestand auf wenige hundert Tiere. Bei dieser Unterart weisen etwa zehn Prozent aller Tiere ein weißes oder cremefarbenes Fell auf. Die restlichen 90 % der Kermodebären haben wie alle Amerikanischen Schwarzbären eine  dunkle Fellfärbung. Diese Färbung ist auf eine Genmutation, ein rezessives Gen, zurückzuführen.

Für mich war es ein Lebenstraum, den ich mir im September 2007 erfüllte. Ich arbeitete damals an einem Bildband über die „Inside Passage“. Die Inside Passage verläuft grob von Seattle im US Bundesstaat Washington bis hinauf nach Haines in Alaska. Der mehrere tausend Kilometer lange Küstenstreifen zählt zu den spektakulärsten Naturlandschaften der Welt. Es ist ein Paradies für viele wilde Tiere. Buckelwale, Delfine, Schwertwale, Robben, Elche, Küstenwölfe, Braun- und Schwarzbären nennen diese Küste ihr zu Hause. Wer schon mal den Geruch des kalten temperierten Regenwaldes in der Nase hatte, der wird ihn nie wieder vergessen. Ich las das erste mal vor über 25 Jahren von diesem geheimnisvollen weißen Schwarzbären und seitdem gingen mir diese Tiere nicht mehr aus dem Kopf. Im September 2007 machte ich mich auf die Suche. Zusammen mit meinem guten Freund Marcus Klotzsche bestieg ich am 15.9.2007 ein wunderbares, kleines Boot, welches uns für eine Woche durch den Great Bear Rainforest schippern sollte. Unser Ziel war es, den Geisterbären zu finden. Ein schwieriges Unternehmen, der Kermode ist ja der seltenste Bär der Welt. Wir stachen in See und nach etwa 2 Stunden Fahrt….der erste Bär. Ein Weißer! Ich konnte es kaum glauben, das gibt`s doch nicht. Der Geisterbär kletterte am felsigen Ufer einer winzig kleinen Insel entlang. Es war vollkommen surreal. Da wartet man 25 Jahre auf diesen Bären, rechnet damit, mindestens 7 Tage zu suchen, um ihn evtl. im dunklen Regenwald fotografieren zu können….und dann stapft da so ein Wunderbär schon am ersten Tag, im schönsten Abendlicht, die Küste entlang. Ich weiß bis heute nicht, wie ich diesen Moment überlebt habe. Mein Herz schlug so schnell, dass ich einem Infarkt nur um haaresbreite entkommen bin. Diese Begenung zählt bis heute zu den schönsten Momenten in meiner fotografischen Laufbahn. Ich denke fast täglich daran zurück.

Das Gebiet des Great Bear Rainforests steht heute unter enormen Druck. Der Grund ist ein großes Pipeline Projekt. Öl aus den (dreckigen) Ölsandgebieten Albertas soll in Zukunft über eine Pipeline direkt nach Prince Ruppert geleitet werden. Prince Ruppert liegt am Rande des Great Bear Rainforest. Von dort sollen riesige Tanker das schwarze (dreckige) Gold in alle Welt verteilen. Die Tanker müssen durch den Great Bear Rainforest….und man muss sich nur vorstellen, was passieren würde, wenn einer dieser Tanker, voll mit Öl, auf ein Riff läuft oder aufgrund eines Sturms in Seenot gerät. Das wäre das Ende dieses Naturparadieses und das Ende des Geisterbären. Auch der Lärm der Schiffe hat extreme Auswirkungen zum Beispiel auf die vielen Wale und Delfine an der Küste. Ich hoffe die Menschen kommen zu Besinnung und schützen dieses Paradies weiter. Öl hat keine Zukunft….es ist doch so einfach!!

Bleibt`s gsund

Bernd Römmelt im März 2020!

Serie Bild 4: Strand der (Eis)Diamanten!

Das Bild entstand am heute wahrscheinlich bekanntesten Strand des Nordens: am Strand der Gletscherlagune Jökulsarlon im Südosten Islands. Im Februar 2015 verbrachte ich 3 Wochen auf Island. Die meiste Zeit fotografierte ich in den wilden Westfjorden, da dort oben im hohen Norden Islands einfach weniger los ist. Auf der Rückfahrt habe ich dann noch zwei Tage an der Gletscherlagune halt gemacht. Es war erschreckend wieviele Touristen und Fotografen diesen Traumort heute bevölkern. Selbst im Winter hat man hier keine Ruhe mehr (ich gehöre wie ihr seht übrigens selbst zu den Übeltätern!!). Natürlich aber ist der Strand, der übersät ist mit hunderten Eisklötzen, immer noch ein Wunder….ein Wunder der Natur. Ich kann mich nicht satt sehen an den verschiedenen Formen und Farben dieser Diamanten aus Eis.

Als ich im Februar 2015 dort ankam herrschte Prachtwetter, die See war ruhig, der Strand überlaufen mit Fotografen….an ruhige Fotografie war nicht zu denken. Immer wieder lief irgendein anderer Fotograf duchs Bild.  Einen Tag später änderte sich alles. Das Wetter war immer noch prächtig, es stürmte aber gewaltig. Ein riesengroßer Wellenbrecher nach dem anderen peitschte an den Strand. Der Strand war bis auf wenige Ausnahmen wie ausgestorben. Wer den Eisklötzen jetzt zu nahe kam, der lief Gefahr ins Meer hinaus gespült zu werden. Ich versuchte mit großer Vorsicht mein Glück. Immer wieder wurde ich von den Wellen getroffen. Als ich kurz davor war, pitschnass aufzugeben, bekam ich mein Bild. Über mir war eine Welle fast explodiert. Ich lies mein Stativ einfach stehen und rannte Richtung Ufer….als alles vorbei war, sah ich mein Stativ noch mitten zwischen den Eisschollen stehen (!!). Ich konnte es nicht glauben. Es hatte überlebt. Und…ich hatte am Schluss anscheinend noch ein Bild gemacht….siehe oben. Ich liebe dieses Bild: es zeigt die unglaublich schönen Eisklötze im schönsten Licht….und….im Hintergrund schlagen diese Monsterwellen am Ufer ein. Es war a riesen Gaudi…wenn auch a nasse.

Bleibt`s gsund

Bernd Römmelt im März 2020

Serie Bild 3: Beach party der Strandläufer

Das Bild zeigt tausende Strandläufer am Orca Inlet nahe der kleinen Stadt Cordova in Alaska. Jedes Jahr ziehen hunderttausende dieser wunderbaren kleinen Vögel die Küsten Nordamerikas hinauf, um im Sommer in der Arktis zu brüten. Lediglich während ein paar Tagen Anfang Mai sammeln sie sich hier am Orca Inlet. Dann geht es weiter Richtung Norden.

2013 arbeitete ich für den Verlag National Geographic an einem großen Bildband über Alaska. Also startete ich Ende April gen Norden, nahm mir zwei Wochen Zeit und wartete. Die ersten Tage sah ich keinen einzigen Vogel, die Tage verstrichen….ich wurde ein wenig nervös. Erst am 10. Tag kamen sie dann. Zuerst in kleinen Gruppen, dann in wahren Massen. Was für ein Spektakel. Zum Höhepunkt war der gesamte Strand voll mit Strandläufern. Wahnsinn!  Zwei ganze Tage blieben die Vögel in der Gegend, ich fotografierte jeden Tag 16, 18 Stunden lang Strandläufer. Hört sich irre an, ist aber a riesen Gaudi. Als ich im April nach Alaska flog, hatte ich u. a. genau diese Art von Bildern im Kopf. Ich wollte die riesige Masse an Tieren zeigen. Das Auge sollte von keiner Landschaft im Hintergund abgelenkt werden….nur Vögel. Übrigens sah ich vergangenes Wochenende ähnliche Massen an Menschen dicht an dicht in den Biergärten und Cafes rund um München. Die Leute sind verrückt!!! Bitte bleibt zu Hause oder haltet zumindest Abstand!!!!! Wen es mit aller Macht nach draussen zieht, bitte alleine unterwegs sein. Wir müssen die Alten und Schwachen schützen, wenn das nicht klappt, können wir unsere Gesellschaft vergessen.

Übrigens: heute ist der Ort Cordova im April fast nicht mehr zu erreichen. Die Republikanische Regierung Alakas hat den öffentlichen Fähren Alaskas so das Geld gekürzt, dass viele Fährverbindungen eingestellt werden mussten. Diesem Sparwahnsinn ist auch die Verbindung nach Cordova im April/Mai zum Opfer gefallen. Armes Alaska…du warst mal meine große Liebe.

Bleibt`s gsund

Bernd Römmelt im März 2020!

Serie Bild 2: Kampf der Giganten

Das Bild entstand im November 2008 im Wapusk Nationalpark nahe Churchill in Kanada. Ich war dort eine Woche in der sogenannten Tundra Buggy Lodge, eine mobile Lodge, die für ein paar Tage in den Wapusk Nationalpark geschleppt wird. Hier am Cape Churchill beginnt die Hudson Bay als erstes zuzufrieren. Die Eisbären warten hier nach einem langen, mageren Sommer sehnsüchtig auf die Rückkehr des Packeises, um draussen auf dem Eis auf Robbenjagd zu gehen. Viele Bären sammeln sich jetzt genau an diesem speziellen Punkt. Eigentlich sind Eisbären Einzelgänger, nicht jedoch zu dieser Zeit. Oft kann man spielerische Kämpfe der Bären beobachten….sie testen ihre Kräfte. Draussen auf dem Eis gehen sie sich wieder aus dem Weg. Zusammen mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace arbeitete ich 2008 an einem großen Projekt über die Arktis. Mehrere Jahre durchstreifte ich den hohen Norden, um zu zeigen, was verloren geht, wenn der Klimawandel in der jetzigen Geschwindigkeit voranschreitet. Heute 12 Jahre später ist alles noch viel, viel schlimmer geworden…leider.

Ich liebe dieses Bild, weil es keinen Horizont hat, weil das Licht sehr neutral ist und weil kämpfende Eisbären einfach was Besonderes sind. Würde ich heute noch mal mit den Buggys rausfahren zum Eisbären fotografieren? Sicher nicht…um mich herum saßen nur dicke US Millionäre, die ledigliche ihre Bilder wollten…die Natur, die Bären waren Ihnen ziemlich wurscht. Die Buggys schleudern so viel Abgase in die Luft, dass einem im wahrsten Sinn des Wortes schlecht wird. Lieber mit einem einheimischen Guide raus auf´s Packeis und auf Bärensuche gehen…das ist Abenteuer, das ist Natur…und das Geld bleibt/kommt in die richtigen Hände.

Bleibt`s gsund

Bernd Römmelt im März 2020

Neue Bilder? Neue Serie!

Liebe Website Besucher,

in letzter Zeit habe ich vermehrt Emails bekommen, warum hier keine neuen Bilder mehr zu sehen sind. Ganz einfach…es sind keine neuen Bilder entstanden. Wenn nichts geht, dann geht nichts. Eigentlich habe ich mir mal vorgenommen, tatsächlich immer nur gerade entstandene Bilder zu zeigen…Von diesem Vorhaben rücke ich jetzt ab. Besonders vor dem Hintergrund, dass wir alle in der nächsten Zeit viel zu Hause bleiben werden müssen. Ich schätze mal, dass ab nächster Woche eine Art Ausgangssperre kommen wird. Um diese dunkle Zeit zu überbrücken, werde ich ab heute jeden Tag ein Bild posten…egal ob alt oder neu. Ich werde immer ein wenig schreiben, wie das Bild entstanden ist und warum es mir so gut gefällt. Evtl. kann ich euch (und mir) ein wenig die kommende Langeweile vertreiben. Es wird wieder besser!!! Das Leben ist schön…..!!

Beginnen möchte ich die Serie mit einem meiner absoluten Lieblingsbilder:

Das Bild enstand im September 2012 im Denali Nationalpark in Alaska. Jahrelang schwebte mir dieses Bild im Kopf herum. Dann endlich passte alles. Ich war gerade auf dem Weg zum Flughafen in Anchorage (Flug ging am frühen Nachmittag und ich hatte noch knapp 350 km zu fahren!), da lichtete sich plötzlich eine dicke Nebelsuppe und ich traute meinen Augen kaum. Die Berge der Alaska Range waren weiß angezuckert, die letzten Nebelreste lagen in der Luft, der Himmel verfärbte sich leicht rosa….und dann diese Herbstfarben…..! Es war Wahnsinn. Ich fotografiert die nächste  Stunden wie im Rausch…den Flug verpasste ich….wurscht….sowas bekommt man nie wieder (und ich wartete auf dieses Motiv fast 15 Jahre)

Bleibt´s gsund bis morgen!

Bernd Römmelt im März 2020!

Alle Veranstaltungen abgesagt!

Liebe Website Besucher,

aufgrund des um sich greifenden Coronavirus wurden all meine restlichen Vortragsveranstaltungen in der Schweiz (Explora Tour – „Im Bann des Nordens“ 13.3.-25.3.2020) abgesagt.

Auch die Naturfototage in Fürstenfeld, auf denen mein neuer Vortrag „Heimspiel – Natur vor der Haustür – das bayerische Alpenvorland“ hätte Premiere feiern dürfen, sind abgesagt. Hier gibt es aber einen Ausweichtermin (nächstes Jahr 2021 im April). Ich werde noch bekannt geben wann.

Harte Zeiten für uns Vortragende….noch härtere stehen bevor. Mal sehen wer überlebt!

Bernd Römmelt im März 2020!

Föhn – wie den gesamten Winter!

Bernd Römmelt im Februar 2020!

P.S. Wer mehr Bilder und Filme aus der Heimat (dem bayerischen Alpenvorland) sehen möchte und viele lustige, aufregende und manchmal auch traurige Geschichte dazu hören will, der kann sich den 26.4.2020 gerne vormerken…dann ist auf den Naturfototagen in Fürstenfeld (Fürstenfeldbruck) Premiere meine neuen Vortrags „Heimspiel – Natur vor der Haustür – das bayerische Alpenvorland“

Fotoreise Spitzbergen 2021!

Liebe Website Besucher,

nächstes Jahr (2021) im Juni habt ihr die Möglichkeit, mit mir nach Spitzbergen zu reisen. In Zusammenarbeit mit „Reisen in die Natur“ haben wir eine tolle Reise in die Arktis ausgetüfftelt. Ich werde als Fotoguide mit an Bord sein und euch hoffentlich vieles erklären können. Wir werden tolle Eislandschaften, Eisbären, Walrosse, Rentiere, eine Vielzahl von Vögeln und vieles mehr vor die Linse bekommen. Das Schiff ist klein und wendig, so dass wir tolle Fotomöglichkeiten haben  werden.

Kontakt: bernhard_roemmelt@yahoo.de

oder: j-griesinger@reisen-in-die-natur.de

Unten findet ihr alle Details zur Reise.

Foto-Expedition SPITZBERGEN auf der MS Malmö

Abenteuer Arktis mit Bernd Römmelt

 

Reisetermin:                            11.06 – 24.06.2021                    14 Tage ab/an Deutschland (*)

Reisepreis (inkl. Steuern):       8.840,00 € pro Person in einer Doppelkabine inkl. Dusche/WC (ohne Flug)

Reisepreis (inkl. Steuern):       7.640,00 € pro Person in einer Doppelkabine mit Außendusche/WC
(ohne Flug)

Reisepreis (inkl. Steuern):       9.940,00 € pro Person in SuperiorDoppelkabine (3 Betten) inkl. Dusche/WC (ohne Flug)

Teilnehmerzahl:                      12 Personen

Sprache                                  Deutsch / Englisch

 

Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

  • 10 Nächte auf der M/S Malmø (14. – 24.06.2021)
  • 3 x Hotelübernachtung incl. Frühstück in Longyearbyen (11.06. – 14.06.2021), Einzelzimmer-Zuschlag im Hotel in Longyearbyen: € 680,00
  • Alle Transfers vor Ort: vom Flughafen zum Hotel, vom Hotel zum Schiff
  • 2 Tage Foto-Exkursionen vor Ort mit 7-9 Sitzer-Fahrzeugen (12./13.06.2021)
  • Fototutorial während der Reise samt Fotovorträgen von Bernd Römmelt
  • alle Exkursionen und Mahlzeiten auf dem Schiff
  • Ausfahrten und Anlandungen mit den Zodiacs, falls die Witterung dies erlaubt
  • Kaffee / Tee auf dem Schiff von 08:00h bis 24:00h
  • Bettwäsche und Handtücher

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • Linienflug von Deutschland, Schweiz oder Österreich (oder einem anderen Land) nach Longyearbyen. Gerne buchen wir Ihnen einen Flug, um sicher zu gehen, dass alle Gäste gleichzeitig ankommen, um am Vorabprogramm teilzunehmen: Kosten bei früher Buchung ca. ab € 700,00 pro Person.
  • Übernachtung in Oslo am ersten und letzten Tag der Reise, falls Flugverbindung nicht durchgängig ist.
  • Ausgaben für Mittag- und Abendessen an Land
  • Ausgaben für Übernachtungen vor und nach der Reise (Verlängerung oder Vorabtage möglich)
  • Reiseversicherungen wie Rücktritts- bzw. Reiseabbruchs-Versicherungen
  • Getränke an Bord (außer Tee und Kaffee)
  • Persönliche Ausgaben
  • Trinkgelder für Crew