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Das Jahr 2011 – ein Rückblick!

Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende. Es ist Zeit zurückzublicken:

Begonnen hat 2011 mit einem recht schönen, zeitweise winterlichen Januar in den Bergen. Ich fotografierte auf dem Laber, dem Brauneck, der Zugspitze, dem Peißen- und Auerberg sowie in den Allgäuer Alpen. Mein „Winterhighlight“ war aber ganz eindeutig die Reise im Februar nach Alaska. Knapp drei Wochen verbrachte ich in einer Wintertraumwelt: drei Wochen James Dalton Highway, drei Wochen Brooks Range, North Slope, arktische Tundra. Die Temperaturen sanken auf – 45 Grad, das Wetter war meist prächtig. Absolutes Highlight auf der Reise: die Moschusochsen im North Slope sowie die Nordlichter über der Brooks Range. Ich bereise Alaska nun schon seit mehr als 15 Jahren aber diese Reise war etwas ganz Besonderes. Im Winter ist Alaska einfach anders. Wer schon einmal diese absolute Ruhe und Stille erlebt hat, der weiß wovon ich spreche. Das klare Licht, die perfekt eingeschneiten Bäume, die wunderbare Unterkunft bei den Hickers…..ich fange schon wieder an zu träumen…..!

Der März verlief dann eher ruhig. Ich fotografierte ein paar Fasnachtsbräuche in Österreich ansonsten war nicht viel geboten. Der April war wettermäßig sehr schön, dennoch brachte ich fotografisch nicht viel auf die Reihe. Erst Ende April ging es wieder los. Ich machte mich auf nach Russland, genauer gesagt zu den Nenets in die russische Tundra nahe Nanya Mar. Die Reise war wie ein Traum. Ich war das erste mal in Russland und kam aus dem stauen gar nicht mehr heraus. Allein der Tag in Moskau war unglaublich. Ich verschoß an einem einzigen Tag 30 GB an Bildern. Moskau ist ein Horror. Alles ist laut, schnell, hektisch, neureich…grausam aber interessant. Ganz anders die Tage bei den Nenets in der russischen Arktis. Die Menschen leben dort oben wirklich noch so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ich verbrachte eine Woche unter den Rentiernomaden, wurde Zeuge wie eine Rentiermutter ihr Junges zur Welt brachte und wie Menschen ohne Anschluss an die Zivilisation ohne Probleme leben können – man mag es kaum glauben!!! Erschreckend war, wie Russen mit ihrer Umwelt umgehen. Nahe Usinsk wurde ich Zeuge, wie die großen russischen Ölfirmen ohne Rücksicht auf Verluste ganze Landstriche mit Öl verschmutzten. Kein See in der arktischen Tundra, der nicht ölverseucht war. Ein Drama und keinen interssiert´s.

Nach Russland brauchte ich erst mal Ruhe und verbrachte den Mai mit Genußfotografie in der schönsten Region der Welt, dem bayerischen Alpenvorland zwischen Isar und Lech (Isar- und Pfaffenwinkel). Ein Highlight waren sicherlich die Gänsesäger mit ihren Kücken im Nymphenburger Schlosspark. Auch diese Vögel (wie der gesamte Park) verfolgen mich seit mehr als 15 Jahren. Leider ist der Schlosspark aus Termingründen in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten. Im Mai kümmerte ich mich wieder fast eine Woche intensiv damit.

Im Juni war ich oft in den Allgäuer Alpen unterwegs, um weiter an meinem Buch über die Allgäuer Alpen zu arbeiten.  Der Juli war schwierig. Extreme Wetterverhältnisse machten das Fotografieren in den Bergen schwer. Auch wir am Alpenrand merken den Klimawandel zunehmend. Starkgewitter und Starkregen werden die Regel. Trotzdem verbrachte ich ein paar schöne Tage in den Hohen Tauern, den Stubaier Alpen, den Dolomiten und den Allgäuer Alpen.

Anfang August ging es dann wieder nach Russland…auf die Taimyr Halbinsel in Nordsibirien. Über diese Reise habe ich ja schon in einem vergangenem BLOG berichtet (wer mehr über diese Reise wissen will, der soll bitte unten weiterlesen). Die Reise war unglaublich und zwar unglaublich anstrengend. Sie war so anstrengend, dass ich gleich danach zwei Wochen nach Ostgrönland fahren mußte, um mich wieder gut zu erholen. Der Scoresby Sund in Ostgrönland ist sicherlich nach dem Karwendel, dem Wettersteingebirge, den Dolomiten, den Berchtesgadener Alpen, den Hohen Tauern…(haha) eine der schönsten Regionen der Welt. Nein Spass beiseite. Ich habe selten so schöne, spektakuläre Berglandschaften gesehen wie „dort oben“. Auch über diese Reise habe ich in einem BLOG schon berichtet.

Ich kam also gut erholt wieder aus Grönland zurück und dann begann der Traumherbst, der erst Ende November wieder aufhörte. Ich kann gar nicht sagen wieviele Touren ich gegangen bin, wieviel Bilder ich geschossen habe, wieviele Kilometer ich mit meinem nagelneuen Bus runtergefahren bin. Ich weiß nur eins: es war der erfolgreichste Herbst seit mehr als 10 Jahren. Absolutes Highlight war der Schweiz-Trip im Oktober (Appenzell, Wallis, Graubünden). Allein auf dieser Kurzreise verschoss ich 90 GB an Bildern. Danach war ich fix und fertig, es gab aber keine Verschaufpause, denn das Wetter blieb stabil. Also wanderte ich in den Allgäuer Alpen, dem Karwendel, den Bayerischen Voralpen, und den Ammergauer Alpen bergrauf und runter. Die letzte Bergtour machte ich am 30.11. auf die Upsspitze in den Ammergauer Alpen. Seitdem sitze ich am PC und versuche Ordnung ins Bilder – Wirrwarr zu bringen. Achso seit November bin ich wieder mit meinem Vortrag „Arktis-Schatzkammer des Nordens“ auf Tour. Diesmal in ganz Deutschland. Die ersten 10 Vorträge dieser Tour  haben richtig Spass gemacht. Endlich kann ich meinen vollständigen Vortrag zeigen (also mit Russland). Achso ja natürlich, mein Arktis Buch ist im Oktober auf den Markt gekommen. Ich finde es sehr gelungen.

Vorgestern (25.12.2011) war ich das erste mal wieder beim fotografieren. Es war traumhaft. Ein Abendrot über den Ammergauer Alpen, folgte einen Tag später ein Wahnsinn-Abendrot über dem Starnberger See……! Die beiden Aufnahmen finde ich schöner als alle Aufnahmen, die ich auf großen Reisen gemacht habe. Mir zeigt es wieder mal: zu Hause kann man einfach am besten fotografieren. Und noch eins erkannte ich wieder mal. Man kann nur dann eine Landschaft gut fotografieren, wenn man sie auch liebt, wenn man eine tiefe Verbundenheit und Vertrautheit aufgebaut hat. Für mich sind die Alpen, das bayerische Alpenvorland die schönsten Regionen der Welt. Ich werde mich in den nächsten Jahren wieder verstärkt darum kümmern.

Ausblick: Was bringt das Jahr 2012? Ich weiß es noch gar nicht genau! Evtl. mach ich eine Auszeit und gehe nur noch wandern?! Ohne Stress und Termindruck. Evtl. gebe ich nochmal Vollgas und renne wie ein Wahnsinniger Berge rauf und runter?! Eins weiß ich jedoch ganz genau. Ich werde versuchen wieder bewußter zu forografieren. Ich möchte mir wieder mehr Zeit nehmen, Motive und Landschaften auszuwählen und fotografisch zu gestalten. Lieber mache ich 2012 nur ein Drittel der Bilder, dafür aber echte Knaller. Unter Knaller meine ich aber nicht die absolut spektakulärsten Landschaften, sondern Bilder, die mich persönlich zufriedenstellen. Allzu oft ertappe ich mich bei den Gedanken, „ist dieses Bild verkäuflich ist…?!“  So darf man nicht denken. Mache immer nur das was Dir Spass macht und nichts anderes…sonst kommt nix Gscheits dabei raus….! Ich hoffe das Jahr 2012 wird ein wenig ruhiger. Manchmal ist weniger eben mehr. Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf neue Fotoabenteuer, über die ich hier wieder berichten werde! Bis dahin……!

Hier noch mal ein paar meiner Lieblingsbilder aus dem Jahr 2011. Ich hoffe sie gefallen…..!

Regenbogen über dem Kochelmoos

Gewitterfront über der Zugspitze

Gewitterregen über dem Alpenvorland nahe Füssen

„Schneebaum“ auf dem Auerberg

Blick von der Ilkahöhe auf Jochberg und Karwendelgebirge

Morgenrot über der Tutzinger Bucht und den Bayerischen Alpen

Moschusochse, North Slope Nordalaska

Murmeltiere, Nationalpark Hohe Tauern

Moskau by night

Nordlicht über der Brooks Range, Nordalaska

Wintereinbruch im Oktober am Seebensee

Abenddämmerung am Yukon River, Nordalaska

Lichtspiele über den Ammergauer Alpen, gesehen vom Rabenkof

Abendrot über den Ammergauer Alpen

Gewitterwolke über dem Jochberg

Frühnebel über dem Alpenvorland nahe Schönberg

Sonnenaufgang über dem Staffelsee

Sonnenuntergang über den Ammergauer Alpen

Abendrot über dem Starnberger See bei St. Heinrich

Bernd Römmelt im Dezember 2011

Der Herbst ist vorbei, er war wunderbar!

Der Herbst ist vorbei, zumindest die Zeit der schönen Herbstverfärbung. Rückblickend war die Zeit zwischen September und Anfang November wirklich ein Traum. So lange, so schönes Wetter……das hatten wir Jahre nicht mehr. Die Verfärbung war meiner Meinung nach nicht ganz so schön wie die letzten Jahre. Das ist aber nur mein persönlicher, subjektiver Eindruck. Ich glaube, dass es einfach zu lange zu trocken war…! Dennoch  das schöne Wetter trieb mich natürlich fast die ganze Zeit in die Berge. Neben einer großen Tour durch die Schweiz habe ich fleißig in den Bayerischen Alpen fotografiert und wieder gemerkt: man muss nicht weit wegfahren, um gute Bilder zu machen. Die besten Bilder entstanden dieses Jahr vom Rabenkopf (kleiner Berg bei Kochel), dem Herzogstand oder am Seebensee (Tirol). Man muss halt nur immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Für mich gibt es (zumindest im Moment) keine schönere Art der Fotografie als die Bergfotografie. Das klare Licht in den Bergen, die vielen Blickwinkel von den Gipfeln, das einfache „draussen sein“ macht unheimlich Spass. Ich habe mich diesen Herbst ganz oft dabei ertappt, nur mit winzigster Kameraausrüstung auf die Berge zu gehen. Wichtig war mit in erster Linie das Bergerlebnis und dann erst die Fotografie. In den letzten Jahren hatte ich den Berggenuss fast schon vergessen…ich wollte immer nur Bilder machen, Bilder machen…..! Ich habe fast die Freude am fotografieren und noch viel schlimmer die Freude am „auf den Berg gehen“ verloren. Das ist seit diesem Herbst wieder ganz anders. Ich „hüpfe“ wieder wie früher auf den Berg, genieße wieder die tolle Aussicht, döse wieder stundenlang am Gipfel und fotografiere nur dann, wenn ich wirklich Lust dazu habe. Die nächsten schönen Novembertage möchte ich noch mal in den Bergen verbringen (mit dabei eine Canon EOS 5 D II und ein 24-105mm Zoom). Die Vortragsserie über die Arktis bringt mich durch ganz Deutschland und immer wenn ich wieder auf der Autobahn Richtung Süden bin, dann spüre ich schon diese Vorfreude auf meine geliebten Bayerischen Alpen.

Die folgenden Bilder entstanden während meiner Tour durch die Schweiz – viel Spass damit!

Bernd Römmelt im November 2011

Fotoworkshop – Ins Land der Zauberseen am 15. Oktober 2011

Am vorletzten Samstag fand mein Fotoworkshop „Ins Land der Zauberseen“ statt. Ich halte diesen Fotokurs nun schon seit einigen Jahren. Dieses Jahr war jedoch Premiere, denn der Kurs fand nicht wie üblich im Frühjahr statt, sondern im Oktober…! Und wir hatten Glück. das Wetter sollte den ganzen Tag prächtig, Wahnsinn, fantastisch…(mir fallen keine weiteren Superlative mehr ein) sein. Wir traffen uns um 7 Uhr Morgens im kleinen Ort Gerold, doch merkten gleich, dass an fotografieren hier noch nicht zu denken war. Dicke Nebelschwaden hingen über dem See. Also planten wir kurzfristig um und machten uns gleich auf zum etwas höher gelegenen Ferchensee. Dort angekommen volle Begeisterung. Das erste Licht tauchte die Wettersteinwände, samt See in super Licht.

Natürlich war jetzt kein halten mehr. Wir begannen sofort wir wild zu fotografieren:

Langsam drehten wir unsere Runde um den See und fotografierten, die sich im Licht der aufgehenden Sonne ständig verändernden Lichtstimmungen am See:

Nach kurzer Kaffepause am Lautersee machten wir uns auf zum Schmalensee, zum Barmsee und zum Grubsee.

Den krönenden Abschluss bildete am Nachmittag der Geroldsee, der vielleicht schönste See Bayerns:

Mit vier Unentwegten wartete ich bis das Licht weicher und weicher wurde, bis das Werdenfelser Land samt See und Karwendel im schönsten Licht erstrahlte.

Dann kurz vor halb sieben unser Highlight. Das Karwendel spiegelte sich im Geroldsee und das im schönsten orangen Licht.

Es war ein super Kurs: tolles Wetter, tolle Kursteilnehmer!!! Vielen Dank! Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr wieder so viele nette Teilnehmer mit dabei wären.

Zum Abschluss nun noch einige Bilder meiner Kursteilnehmer. Vielen Dank für die Bilder!!!

Gerhard Kraus

Heinz Weimann

Hendrik Schuster

Stefan Ißmer

Maria Weimann

Michael Heise

Werner Streit

Thilo Kraus


Im Land der Lärchen – Kurztrip ins Engadin (20.Oktober 2011)

Am Montag Morgen fotografierte ich relativ lustlos im Werdenfelser Land. Die Herbstverfärbung war/ist nicht das, was ich mir unter Traumherbst vorgestellt hatte. Da klingelte mein Telefon und mein guter, alter Freund Michael, mit dem ich vor Jahren das Buch „Das Land vor den Bergen“ fotografiert habe, erzählte mir, dass er nun Richtung Engadin aufbrechen werde. Da ich ja sonst nichts weiter zu tun hatte, schloß ich mich kurzer Hand einfach an und wir machten uns auf Richtung Schweiz. Über den Fernpass und den Reschenpass gelangten wir nach Südtirol und von dort über den Offenpass ins Engadin. Bereits im Vinschgau war die Verfärbung ein Traum. Als wir jedoch im Engadin ankamen, verschlug es mir fast die Sprache. Lärchen ohne Ende und das Tolle – alle waren goldgelb verfärbt. Unglaublich. Wir fotografierten noch bis Sonnenuntergang und fielen dann todmüde ins Auto. Nach einer relativ kühlen Nacht auf ca. 1800 Metern Höhe lockte uns das erste Licht schnell aus unseren warmen Schlafsäcken. Wieder Lärchen ohne Ende und in allen Variationen. Das schöne am Herbst ist einfach, das man den ganzen Tag fotografieren kann. Das Licht ist selbst Mittags noch wunderbar. Mit einer kurzen Brotzeit-Unterbrechung fotografierten wir ca. 11 Stunden. Dabei suchten wir lediglich zwei verschiedene Plätze auf, die dann in und aus allen Lagen abgelichtet wurden. In 1,5 Tagen verschoß ich 54 GB an Bildern…..das gibt es wirklich nur im Herbst (und im Winter). In der Nacht auf Mittwoch machte ich mich dann auf Richtung München. Zum Glück kam ich jedoch nur bis zum Riegsee im wunderbaren Blauen Land (nahe Murnau), denn am nächsten Morgen wurde ich mit einem fantastischen Morgenrot belohnt.  Im Moment überprüfe ich die webcams….die nächsten Tage sind super angekündigt. Nach dem Wintereinbruch in den Bergen sind die Bäume im Engadin sicherlich durch. Doch es gibt noch so viele Ziele….Südtirol, Tauern oder doch wieder in die Schweiz….das Appenzell, Berner Oberland……keine Ahnung…immer der Nase lang!!!

Bernd Römmelt im Oktober 2011

Die besten Tage des Jahres – Fortsetzung (11. Oktober 2011)

Als das Wetter letztes Wochenende umschlug, war ich das erste mal so richtig froh. Endlich durchschnaufen und ein wenig Ruhe. Wie ich ja im letzten BLOG Eintrag bereits erzählt hatte, war der September stressig aber erfolgreich wie „nie“. Aber von Anfang an: Zu Beginn der Schönwetterphase bin ich gleich mal auf den Wank (kleiner aber feiner Aussichtsberg gleich gegenüber der Zugspitze) und dann sofort im Anschluss in die Allgäuer Alpen, um die „Rest-Bilder“ für mein neues Buch „die Allgäuer Alpen – Bergverlag Rother, Oktober 2012“ zu schießen. Ich bin direkt vom Werdenfelser Land ins Oberallgäu, bin Nachmittags noch schnell auf den Hochgrat gestiegen und wurde dort mit Traumstimmungen belohnt. Dicker Nebel unter mir, traumhaft schönes Licht über mir! Dann ging`s gleich weiter auf das Nebelhorn (super Morgenrot, tolles Morgenlicht). Vom Nebelhorn ging es weiter Richtung Osten. Ich verbrachte zwei super Morgen auf dem kleinen Auerberg im Königswinkel (schöner Bodennebel, perfektes Licht). Vom Auerberg bin ich dann ins Karwendelgebirge, genauer gesagt auf den Schafreuther (wieder super Abendlicht…..). Nachts ging es dann gleich weiter in die Eng. Ich wollte zum 100mal die großen Ahornböden fotografieren (und dieses mal gelang mir mein Traumbild). Nach dem Stress gönnte ich mir eine kleine Pause und fuhr am nächsten Morgen lediglich zum Heiterwanger See in den Ammergauer Alpen, um dort den Sonnenaufgang zu fotografieren. Das Wetter wurde immer stabiler, besser…..puhhh! Die nächsten Tage verbrachte ich im Alpenvorland (Pfaffenwinkel), um dort einfach Genuß-Landschafts-Fotografie zu betreiben.

In den letzten zwei, drei Wochen gelangen mir Bilder, die es mit meinen Aufnahmen aus der Arktis locker aufnehmen können – und das alles fast zum Nulltarif. Da kommt man schon ins grübeln: Jeder Trip in die Arktis kostes ca. 4000 – 5000 €. Die Ausflüge in die Alpen stehen mit ungefähr 200-300 € zu Buche. (wahrscheinlich darf man so aber nicht denken – sonst kann darf man nie wegfahren). Die nächsten Jahre werde ich jedenfalls noch viel, viel mehr Zeit in den Bergen verbringen – ich plane ein riesiges neues Projekt….mehr dazu in dennächsten Wochen. Übrigens das nächste Hoch steht schon vor der Tür: Am Freitag ist Traumwetter angesagt und was mache ich? Ich „muss“ auf die Frankfurter Buchmesse, um dort mein „Arktis-Buch“ vorzustellen. Am Samstag bin ich aber schon wieder zurück und darf mit meinem Fotokurs (VHS München) ins Werdenfelser Land – die Zauberseen rufen!!!

Blick über`s Alpenvorland auf „Beni“wand, Rabenkopf, Jochberg, Herzogstand, Heimgarten…., Pfaffenwinkel

Heißluftballons über den Tannheimer Bergen

Sonnenaufgang am Heiterwanger See.

Die Hintersteiner Ahornböden in den Allgäuer Alpen

…und gleich  noch mal

Blick vom Wank auf das Karwendelgebirge.

Blick vom Wank ins Alpenvorland (Staffelsee, Blaues Land)

Traumabend auf dem Hochgrat (Allgäuer Alpen), im Hintergrund der Säntis.

Morgenrot über dem Hochvogel, Allgäuer Alpen

Morgenrot über dem Alpenvorland, gesehen vom Nebelhorn, Allgäuer Alpen

Blick über Zell und das Kochelmoos auf den Zwiesel.

Morgenstimmung rund um den Auerberg, Königswinkel, Ostallgäu

(Früh)Abendstimmung auf dem Schafreuther (Blick Richtung Westen), Karwendelgebirge

Sonnenuntergang über dem Karwendelgebirge (ganz hinten das Zugspitzmassiv), gesehen vom Schafreuther

Abenddämmerung über dem Isarwinkel, links Heimgarten und Herzogstand, mitte Walchensee, rechts Jochberg.

Herbst in der Eng, Karwendel, Tirol, Österreich

Große Ahornböden, Eng, Karwendel, Tirol, Österreich

Große Ahornböden, Eng, Karwendel, Tirol, Österreich (mein Lieblingsbild)

Bernd Römmelt am 11. 10 2011

Die besten Tage des Jahres!! (23. September 2011)

Die letzten 10 Tage waren vielleicht die besten Tage meines bisherigen Fotojahres. Es ist immer wieder unglaublich, welche Landschaftsaufnahmen in unserer Gegend (Bayerische Alpen) so möglich sind – vorausgesetzt das Wetter passt – und wie es passt. Während ich diese Zeilen schreibe, lade ich gerade meine Akkus neu auf, speichere meine Daten, damit ich gleich wieder in die Berge „abhauen“ kann.

In den den letzten 10 Tagen war ich fast ununterbrochen auf Motivjagd und es hat sich wirklich gelohnt. Natürlich saß ich zweimal im dicken Hochnebel und verfluchte meinen Job (weil ich meistens mitten in der Nacht mehrere Stunden aufgestiegen bin und wußte, dass um mich herum alles leuchtete…ja wenn nur dieser verfluchte Hochnebel nicht wäre….). Ich stelle jetzt einfach mal ein paar Bilder ins Netz. Auf eine genauere Erklärung verzichte ich erst mal, da ich wieder los will…….ich liefere aber alles nach!!!! Also (hoffentlich) viel Spass damit.

Bernd Römmelt im September 2011

Ostgrönland Teil II (18.9.2011)

Aufgrund der vielen positiven Reaktionen auf den Beitrag über Ostgrönland (siehe unten), nun weitere Bilder von diesem wirklich fantastischen Trip.

In der Fjordwelt Ostgrönlands (12.9.2011)

Ende August machte ich mich auf, in die sagenhafte Fjordwelt Ostgrönlands genauer gesagt in den legendären Scoresby Sund weit nördlich des Polarkreises. Diese Ostgrönland-Reise ist die erste Reise für ein brandneues Arktis-Projekt, das ich in ca. 3-4 Jahren abgeschlossen haben möchte (mehr Infos dazu in naher Zukunft….). Die letzten zwei Reisen nach Grönland führten mich an die Westküste – dieses mal wollte ich in den wilden Osten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Osten Grönlands ist um einiges spektakulärer als der Westen. Die gesamte Ostküste ist nahezu unerschlossene Wildnis. Lediglich ein paar kleine Inuit Siedlungen sind hier zu finden. Große Teile des Nordens gehören zudem zum größten Nationalpark der Welt – dem ostgrönländischen Nationalpark.

Von München aus ging es über Kopenhagen und Reykjavik nach Ostgrönland. Erste Station war der Constable Point, ein kleiner Flughafen (bestehend aus einer Landespiste und ein paar Gebäuden) im nirgendwo….! Wer von hier weiter will, der muss entweder in den Helikopter umsteigen (und ist in etwa 8 Minuten in der kleinen Inutsiedlung Ittoqqortoomiit) oder geht auf ein Boot. Ich habe mir mit 10 anderen Arktis-Begeisterten ein Segelboot samt Crew gechartert. Acht Tage lang wollten wir den Scoresby Sund erkunden. Der Fjord ist mit einer Länge von 110 km der längste Fjord der Welt und wahrscheinlich auch einer der Spektakulärsten……! Ich habe auf jeden Fall selten derart fantastische Berge bewundern können, wie in diesem Fjordsystem. Der Landschaft gleicht ein wenig der Bergwelt Patagoniens „nur“ mit riesigen Eisbergen davor…unglaublich.

Leider war das Wetter während unserer Fahrt durch den Sund ziemlich wechselhaft. Die kurzen Sonnenphasen mussten intensiv genutzt werden. Natürlich war das beste Licht tief in der noch nicht allzu dunklen Nacht, so dass an schlafen nicht wirklich zu denken war. Auf einem kleinen Segelboot ist auch es nicht möglich, eine Sativ aufzubauen – es ist ganz einfach zu wackelig. Zum Glück gibt es heute Bildstabilisatoren und digitale Kameras, bei denen die ISO Zahl ohne Probleme auf 800 nach oben gefahren werden kann……! Ca 80 % der Bilder entstanden aus der freien Hand!

Obwohl Ostgrönland berühmt ist für seine „hohe“ Dichte an Eisbären, kam uns leider keiner vor die Linse. Die Bären sind zu dieser Jahreszeit nicht im Fjord, sondern draussen auf dem „Rest-Packeis“, um dort Robben zu jagen. Wir hatten dieses Jahr große Probleme mit dem Packeis. Winde aus dem Norden drückten große Mengen Eis gen Süden. Große Eisschollen versperrten lange Zeit den Eingang des Fjords. Für einen Eisbrecher wäre das Eis sicherlich kein Problem gewesen, für eine Nussschale wie unser Segelboot aber ein unüberwindbares Hindernis. Mit viel Glück und Können navigierte uns unser Kapitän jedoch durch das Eis und wir kammen ohne größere Probleme in den Fjord.

Nach acht aufregenden Tagen auf dem Segelboot (ich habe überhaupt keine Ahnung vom segeln und stand die meiste Zeit (durch die Linse schauend) im Weg rum) kehrten wir (wie immer) fix und fertig an den Constable Point zurück. Von hier aus machte ich mich noch für ein paar Tage auf Richtung Süden ins kleine Dörfchen Tasiilaq, um dort noch ein wenig „Genußfotografie“ zu betreiben. Leider hatten ich nur einen einzigen Schönwettertag (und eine einzige Nordlichnacht), ansonsten regnete es fast ununterbrochen….! Trotzdem waren die Tage in Tasiilaq ganz wunderbar. Die Ruhe fehlt mir schon jetzt. Im März geht es wieder nach Grönland….ich feue mich schon jetzt.

Eisberge am Eingang des Scoresby Sundes

Ein Eisberg wie aus einer anderen Welt.

Patagonien? Torres del Paine? Natürlich nicht. Einer von vielen Bergen im Scoresby Sund.

Anker- und Schlafplatz vor Traumkulisse.

Ende August ist in Ostgrönland längst Herbst. Die Tundra zeigt ihr schönstes Farbenspiel.

An den Abenden hatten wir immer die Möglichkeit, das Boot zu verlassen und so manchen Berg mit Traumaussicht zu erklimmen.

Morgenrot, Dämmerung, Eisberge…eigentlich ein Traum. Doch wie bekomme ich ein Bild vom fahrenden Schiff bei schlechten Verschlußzeiten scharf? Ganz einfach: Fotografieren was geht….ein Bild ist schon dabei.

Perfektes Licht über den Bergen nahe Ittoqqortoormiit.

….und als Zugabe noch ein wunderbares Abendrot.

Die letzten Minuten auf dem Schiff…..das Wetter ist prächtig….ich kann nicht aufhören zu fotografieren!

Rote Tundra bringt farbe ins Bild und in einen grauen Tag ein wenig „Licht“.

…..das gleiche noch mal!

Das Inuit Dörfchen Ittoqqortoormiit, eines der abgelegensten Dörfer in ganz Grönland. Die Jagd auf Eisbären steht hier noch auf der Tagesordnung.

Nordlicht über Tasiilaq.

Der Knud Rasmussen Gletscher ca. drei Bootsstunden von Tasiilaq entfernt.

Auf der Taymir Halbinsel in Nord-Sibirien (7.9.2011)

Anfang August machte ich mich abermals auf Richtung Osten. Ziel war dieses mal die abgelegene Taymir Halbinsel in Nordsibirien. Nach 10 Stunden Flug kam ich im kleinen Ort Khatanga an…und war schon fix und fertig. Wenn ich gewußt hätte, was mich in den folgenden gut zwei Wochen noch so alles erwarten würde, wäre ich wahrscheinlich sofort ins nächste Flugzeug Richtung Heimat gestiegen.

Was will ich an diesem abgelegenen Ort? Ich will zu den Dolganen. Die Dolganen sind ein kleines „Rentiervolk“, das im äußersten Norden Sibiriens noch relativ „ursprünglich“ mit und von den Rentieren lebt. Lange im Voraus hatte ich mir (genauer gesagt Andrey von Greenpeace Rußland) eine Genehmigung besorgt, um in dieses besondere Gebiet reisen zu dürfen. Die Taymir Halbinsel ist sogenannte „Grenzzone“ und darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Zum Glück hatte ich Andrey von Greenpeace Rußland mit dabei. Ohne ihn wäre ich komplett verloren gewesen. Man muss wissen, die meisten Russen sprechen kein Englisch und Reisen ohne Sprachkentnisse ist fast nicht möglich. Andrey übersetzte, verhandelte, erklärte…….!

Angekommen suchten wir sofort einen lokalen Guide, der uns zu den Rentierzüchtern in die Tundra bringen sollte. Das aber wiederrum gestaltete sich äußerst schwierig. Erst nach drei Tagen (und was macht man drei volle Tage in Khatanga?) gelang es uns, Alexey ausfindig zumachen. Ein Wahnsinns Glücksfall, wie sich schon bald herausstellen sollte. Alexey ist in Khatanga geboren und aufgewachsen und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Er verfügte über ein schnelles Boot und kannte so ziemlich alle Menschen, die flußabwärts lebten. Noch am selben Abend ging es los. Wir machten uns auf in das Abenteuer unseres Lebens. Ziel war das abgelegenste Dolganen Dorf am Fluss – Scopochnaja. Vor uns lag eine ungemütliche zwanzigstündige Bootsfahrt auf einem unruhigen und nicht ungefährlichen Fluss.

Als ich aus dem Boot stieg (ich war wie tot) wurden wir von Millionen Moskitos empfangen, die sich anscheinend schon auf uns gefreut hatten – frisches bayerisches Blut….! Wir verbrachten eine Nacht im Dorf, wurden bestimmt fünf mal zum Essen eingeladen und machten uns am nächsten Tag auf in die Tundra. Alexey kannte eine Familie, die sich „nicht allzu weit weg“ vom Dorf aufhielt. Aus nicht allzu weit weg wurden dann noch mal sechs Stunden mit einem kleinen  Zodiac und zwei Stunden zu Fuß durch eine Mücken verseuchte Tundra (ich war wieder wie tot). Die folgenden Tage verbrachte ich wie im Traum. Wie lebten mitten „unter“ den Rentierzüchtern, nahmen an ihren harten Leben in der Tundra teil. Es war unglaublich. Wir wurden extrem herzlich empfangen. Sobald wir nur eines der drei Zelte betraten, wurden wir schon zum Essen eingeladen und natürlich zum Tee (ich habe in sechs Tagen noch nie so viel Tee gtrunken wie hier in der Tundra Sibiriens).

Sechs Tage blieben wir bei den Rentierzüchtern und erlebten hautnah, wie diese Menschen mit den Rentieren lebten. Für mich eine vollkommen andere, unglaubliche Welt. Ein wahres Abenteuer. Der schönste Satz der gesamten Reise stammt von Svetlana, einer jungen Rentierhirtin. Sie fragte mich irgendwann, ob ich ihr nicht ein wenig von der Welt das draussen erzählen könne, nicht weil Sie die Welt das draussen nicht kannte, sondern weil Sie einfach seit drei Monaten in der Tundra lebte und seitdem keine Informationen über das Weltgeschehen mehr erhalten hatte. Man sieht es geht auch so…….!

Wer mehr über meine Reise zu den Dolganen erfahren möchte, der ist ganz herzlich eingeladen, auf einen meiner Vorträge zu kommen. Ab November starte ich meine Vortragstour quer durch Deutschland (Termine werden hier noch bekannt gegeben)

Unberührte Tundralandschaft soweit das Auge reicht.

Nach ca. 10 Stunden Fahrt flußabwärts machen wir mit unserem russischen Guide Alexey (rechts) einen kurzer Stop bei seinem Freund Nikolai (links), der hier mitten in der Einsamkeit Nordsibiriens ein Einsiedler-Dasein führt – ohne Strom, fließend Wasser….. Sofort wurden wir zum Essen eingeladen…..!

Der Permafrost dient  Nikolai als natürlicher, riesiger unterirdischer Kühlschkrank. So schaut es ca. einen Meter unter der Erde aus….

Nach 20 Stunden auf dem Fluss erreichen wir das kleine Dorf Scopochnaja. Viele der Dolganen leben heute in festen Dörfern und nur noch im Sommer bei ihren Rentierherden in der Tundra.

Auf unserem Weg in die Tundra machten uns tausende Moskitos das Leben zur Hölle. Andrey leidet….!

Ankunft in der Tundra bei den Rentierzüchtern. Die Dolganen leben hier in kleinen, mobilen Hütten, direkt bei ihren Herden.

Kristina und Piotr in der kleinen Hütte ihrer Eltern….und immer gut gelaunt.

Jana und Vadim genießen die Aufenthalte in der Tundra. Nach den Ferien heißt es wieder zurück in die Dörfer…die Schule wartet.

Vadim scheinen die Moskitos nichts auszumachen. Mit stoischer Ruhe ertragen die Menschen hier diese Plagegeister.

Die Gastfreundschaft der Menschen war unglaublich. Wir wurden jeden Tag mit drei warmen Mahlzeiten und Unmengen von Tee verwöhnt. Svetlana und ihr Sohn Piotr vor einem reichlich gedeckten Frühstückstisch.

Ein Meer aus Geweihen. Unsere drei Familien hatten zusammen ca. 700 Rentiere.

Die Tiere haben beinahe jede Scheu gegenüber Menschen verloren und kreisen direkt um die kleinen Hütten. Das Bild entstand mit 24mm Weitwinkel.

In Aufruhr gerieten die Tiere nur, wenn die Hirten mit den Lassos auftauchten. Für die Tiere ein Zeichen für Arbeit (ziehen der Schlitten) oder Tod (man braucht Fleisch).

Mit großem Geschick werfen die Hirten das Lasso. Sie benötigen Zugtiere für die Schlitten. Die Hirten bleiben nur zwei Tage an einem Ort, dann geht es weiter. Dadurch soll verhindert werden, dass die Tundra unter den Herden zu stark leidet.

Die Kraft der großen Rentierbullen ist nicht zu unterschätzen. Mit dem großen Geweih können sie den Hirten schwerste Verletzungen zufügen.

Ist alles zusammengepackt, so ziehen die Familien mit ihrem gesamten Hab und Gut weiter. Die Hütten werden auf Schlitten geladen und von den Rentieren gezogen. Stolz reitet Piotr sein eigenes Rentier…!

Vasilij „on the way“

Ab und an wird ein Tier geschlachtet und das Fleisch zum trocknen aufgehängt.

Piotr entspannt in der Tundra.

Kleine Alpentour: Allgäuer Alpen, Stubaier Alpen und Dolomiten (15.7.2011)

Ich war die letzten drei Wochen ein wenig in den Alpen unterwegs. Gerade die Übergangsphasen von guten zu schlechten Wetter (und umgekehrt) haben es mir angetan. Es war anstrengend (viel zu warm) aber fantastisch. Die Alpen haben landschaftlich mindestens genauso viel zu bieten wie Alaska, Kanada oder Grönland – und das alles vor der eigenen Haustür. Was mich an unseren Bergen besonders fasziniert ist deren landschaftliche Vielfalt: die Allgäuer Grasberge, die schroffen Dolomiten (die Monument Valley in den Schatten stellen) oder die wuchtigen Stubaier- und Ötztaler Alpen – alles „komplett“ verschiedene Gebirgsgruppen….!

Meist bin ich mit kleiner Ausrüstung (EOS 5 D Mark II, 4/25-105mm und 4-5,6/70-300mm) einfach los spaziert, bin auf den nächsten Gipfel, habe dort oben mein Nachtlager aufgeschlagen und wie ein Verrückter fotografiert. Je kleiner und leichter die Ausrüstung in den Bergen, desto mehr macht man einfach. Oft sehe ich Fotografen Kollegen, die sich mit Wahnsinns Ausrüstung die Berge hochplagen und nach einer Tour eine dreiwöchige Regenerationsphase benötigen (es gibt sogar Kollegen, die stecken ihren Fotorucksack nochmal in ihren normalen Wanderrucksack – puhh). Mir hat meine kurze Zeit in Bergen auf jeden Fall Spass gemacht. Jetzt heißt es ein, zwei Tage Ruhe, dann geht`s wieder raus….ich will für ein paar Tage in die Schweiz, nach Slowenien (Julische Alpen), nochmal in die Dolomiten, auf den Ortler…..es wird sicherlich ein Traum!!!

Im Nationalpark Hohe Tauern (27.6.2011)

Letzte Woche entschied ich mich kurzfristig ein paar Tage in den Nationalpark Hohe Tauern zu fahren. Der Wetterbericht sagte Traumwetter vorher (was dann natürlich in keinster Weise eintrat). Ich startete am Sonntag Nachmittag und begann meinen Trip mit den Krimmler Wasserfällen. Nach ein paar naßen Stunden an den wirklich spektakulären Fällen, machte ich mich noch am frühen Abend auf Richtung Glockner Hochalpenstraße. Gerade noch rechtzeitig (um 20 Uhr 40) kam ich durch die Schranke und fuhr bis zur Franz-Josefs-Höhe.

Am nächsten Morgen das böse Erwachen. Es regnete. Der Alpenverein sagte noch am Samstag Prachtwetter voraus – was für eine grandiose Fehlvorhersage. Macht nichts – dachte ich mir. Fotografierst halt Murmeltiere. Gesagt getan. Ich verbrachte die nächsten 10 Stunden damit, die putzigen Tiere aus nächster Nähe abzulichten. Die Franz Josefs Höhe ist der beste Platz in den gesamten Alpen (zumindest so viel ich weiß), um Murmeltiere hautnah vor die Kamera zu bekommen. Am Abend hatte ich dann noch eine kurze aber wunderbare Begegnung mit einem Steinbock, dem ich mich auf bis ca. 10 Meter annnhähern konnte.

Am Dienstag Morgen dann endlich Wetterbesserung. Langsam lichtete sich der Nebel über den Bergen. Ein paar gute „Stimmungsschüße“ und ich war wieder (na wo wohl?) – bei den Murmeltieren. Ich konnte mich einfach nicht trennen. Gegen Mittag zwang ich mich dann endlich weg. Ich fuhr die Glocknerstraße auf und ab und fotografierte ein paar Wasserfälle, Blumen und Landschaften. So macht Bergfotografie Spaß. Null Bewegung und dennoch Traummotive. Am Abend zog dann ein Gewitter mit tollen Wolkenstimmungen auf. Auch der nächste Morgen brachte nochmal fantastische Wolken und super Licht. Wahre Genußfotografie. Mittags brach ich meine „Zelte“ am Glockner ab – zu viele Motorradfahrer. Die nächsten Tage werde ich in den Allgäuer Alpen verbringen. Ganz ohne Auto, mit Mountainbike und zu Fuß. Die wahre „Bergfotografie“ hat mich zurück. Denn es gibt wirklich nichts Besseres als für ein gutes Bild richtig zu Leiden….ich werde darüber berichten.

Bernd Römmelt im Juni 2011

Im Nordlichtfieber (1.6.2011)

Warum schreibe ich heute (im Juni) über Nordlichter? Naja ganz einfach, weil ich erst jetzt wirklich dazu komme, meine Nordlicht-Bilder vom vergangenen Winter durchzusehen und zu bearbeiten. Im Februar war ich drei Wochen in Nordalaska, um dort die wirklich einmalige Winterlandschaft zu fotografieren. Neben Winterlandschaften (und ein paar Tieren) lag mein Hauptfocus auf Polarlichtern. Die langen, dunklen Winternächte im hohen Norden sind geradezu dafür geschaffen, die Himmelslichter zu bewundern. Ich machte mich also anfang Februar auf in die Brooks Range, eine einsame und wilde Bergkette im nördlichen Alaska (ca 100 Kilometer nördlich des Polarkreises), um Polarlichter zu sehen und auf Chip zu bannen. Um es vorweg zu sagen: ich hatte extremes Wetterglück. Während meines knapp drei wöchigen Aufenthalts im hohen Norden, mußte ich lediglich drei Schlechtwettertage aussitzen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich jeden Tag Nordlichter bewundern konnte. Manche Nächte waren wirklich sternenklar, doch zeigten sich keine Polarlichter. Damit das Himmelsphänomen „in Fahrt kommt“ braucht es „Sonnenaktivität“, dh. die Sonne  muss elektrisch geladene Teilchen gen Erde senden….sonst gibt`s nichts zu sehen. Die letzen zwei Jahre war die Sonnenaktivität äußerst gering, was dazu führte, dass nur an wenigen Tagen im Jahr Polarlichter zu sehen waren. Die Sonnenaktivität unterliegt bestimmten Zyklen u.a. einem sogenannten 11 Jahreszyklus. Das heißt nähert man sich dem elften (manchmal auch schon zehnten) Jahr an, dann werden die Polarlichter wieder häufiger und stärker. 2011 und 2012 sind Nordlichtjahre, das heißt der Sonnenzyklus kommt so langsam in seine Hochphase. Wer also Nordlichter beobachten will, der sollte diesen Herbst oder Winter in den hohen Norden reisen.

Wie fotografiere ich aber nun Polarlichter? Keine Ahnung! Einfach belichten und dann auf seinen Bildschirm schauen. Nein Spass beiseite. Obwohl ich zugeben muss, dass ein wenig Wahrheit in meinen Worten liegt. Zu aller erst mal benötigt man ein Stativ, da man mit Belichtungszeiten rechnen muss, die weit jenseits derer liegen, die noch aus der freien Hand zu halten wären. Dann benötigt man einen Fernauslöser, eine Kamera mit der BULB möglich ist (d.h. man belichtet so lange – durch Knopfdruck – wie man möchte) und ein lichtstarkes Objektiv (minderstens 2,8 besser noch lichtstärker). Je nach Stärke der Nordlichter, der Lichtstärke des Objektivs usw.  belichtet man dann zwischen 5 und 90 Sekunden. Länger als 90 Sekunden würde ich nicht belichten, da dann die Sterne schon stark sichtbar als Linien wiedergegeben werden. Als Grundregel gilt: je kürzer ich belichte, desto schöner, klarer wird das Nordlicht. Um so kurze Belichtungszeiten wie nur möglich zu bekommen, habe ich mir das 1,4/24 mm Objektiv von Canon zugelegt. Meistens blende ich auf 1,8 oder 2,2 ab, um die Qualität des Objektivs noch zu steigern. Bei der ASA Zahl versuche nicht höher als 400-500 zu gehen. Die heutigen Digicams erzeugen selbst bei hohen ASA Zahlen so gute Ergebnisse, dass man sich darüber nicht mehr unbedingt den Kopf zerbrechen muss. Sehr interessant ist auch das 2,8/16-35 mm von Canon, da man hier bezüglich der Brennweite sehr flexibel ist und die Lichtstärke so gerade noch ausreicht.

Ich suche mir am Tage schon immer eine Location, die ich dann Nachts aufsuche. Schön sind Nordlichter über Bergen, Seen (wenn sie im Herbst noch nicht zugefroren sind), tief verschneiten Bäumen aber auch über Hütten, Dörfern…! Perfekt wäre es, eine Nordlichtphase zu erwischen, in der der Mond hell leuchtet. Der Mond erzeugt so viel Helligkeit, dass die Landschaft dadurch wirklich fanatstisch angeleuchtet wird. Um welche Uhrzeit erscheinen die Lichter am Himmel? Keine Ahnung. Sie können schon kurz nach Sonnenuntergang beginnen zu leuchten oder aber erst um 3 Uhr Morgens erscheinen. Meiner Erfahrung nach zeigen sich die meisten Polarlichter so zwischen 23 und 2 Uhr Nachts. Die Nächte im hohen Norden sind meist bitter kalt (besonders im Winter). Ích hatte dieses Jahr in Nordalaska Temperaturen von -47 Grad. Bis – 30 Grad kommen Akku und Kamera damit zurecht. Alles was darunter liegt wird kritisch. Mir versagte bei – 47 Grad die Elektronik, die Kamera machte was sie wollte (und nicht das was ich will), der Fernauslöser war eingefroren (und das bei einer Wahnsinns-Nordlichteruption)….ein Desaster aber was will man machen…??

Ich werde diesen Herbst und Winter auf jeden Fall wieder auf Nordlichtjagd gehen. Irgendwie bin ich mit meiner Ausbeute noch nicht richtig zufrieden. Ich träume vom ultimativen Polarlicht: Herbst, der erste Schnee hat die Landschaft zugedeckt,  der kleine Bergsee vor mit ist noch offen, der Vollmond steht hoch über mir und zaubert ein magisches Licht auf die angezuckerte Landschaft. Über mir tobt ein Nordlichtsturm rot, gelb, violett…im See steht regungslos ein Elch mit riesigen Schaufeln…nein das ist zu viel des Guten…aber träumen darf mach ja noch…

Die folgenden Bilder entstanden alle im Februar 2011 in der Brooks Range /Alaska

Nach Rußland (siehe Blog unten) in den Nymphenburger Park (27.5.2011)

Nach zwei Wochen in der russischen Arktis war ich erledigt (im wahrsten Sinne des Wortes). Eigentlich wollte ich mir fünf, sechs Tage Ruhe gönnen, doch es kam anders. Ich erinnerte mich, dass während dieser Zeit des Jahres (anfang, mitte Mai) im Nymphenburger Schlosspark die Gänsesägermütter mit ihren Jungen durch die Kanäle schwammen. Vor über 13 Jahren verbrachte ich fast 5 Jahre lange jede freie Minute im Schlosspark, um die fantastische Natur des Parks mit meiner Kamera zu dokumentieren. Das Ergebnis war dann im Jahre 2001 zu sehen. Im Buchendorfer Verlag (heute München Verlag) erschien mein erster Bildband über den Nymphenburger Park. (der übrigens noch heute erhältlich ist). Nach diesem Pojekt verlagerte ich meine fotografischen Ambitionen in andere Regionen, fuhr nach Lappland, Alaska, Kanada und bevorzugt in die Alpen. Ich produzierte einen Bildband nach dem anderen – Stress pur. Der Schlosspark geriet ein wenig in Vergessenheit, bis eben diesen Mai. Ich schnappte mir also meine Kameraausrüstung und radelte die fünf Minuten von mir zu Hause in den Nymphenburger Park. Meine Ausrüstung war heute 10 Jahre nach meinen letzten Besuchen im Park um einiges besser. Meine geliebte Nikon F100 wurde durch eine digitale EOS 7D und eine EOS 1 Ds Mark III ersetzt, das manuelle 4/500 durch eine EF USM 4/500 IS. Während ich früher Filme mit einer ISO Zahl von höchstens 100 ASA in meine Kamera legte, kann ich heute in der digitalen Welt meine ISO Zahlen fast beliebig nach oben schrauben. Die digitale Fotografie hat die Naturfotografie revolutioniert. Heute sind Bilder möglich, von denen man vor 10 Jahren nicht mal zu träumen gewagt hätte. Ich kam also um 6 Uhr morgens im Park an und schon nach ca. 10 Minuten entdeckte ich die erste Gänsesägermutter mit neun (!!) Jungen. Das Licht war schlecht, doch fing ich sofort an zu fotografieren – die digitale Fotografie macht es möglich. Ich schraubte die ISO Zahl an meiner Kamera einfach auf 1600 ASA nach oben und konnte so problemlos die Tiere fotografieren. Was für ein Anblick: die Mutter im Wasser und hinten auf ihren Rücken fünf winzig kleine Kücken. Das besondere an den Gänsesägern ist, dass sie ihre Jungen während der ersten Tage auf dem Rücken durch das Wasser tragen. Ein Motiv, das alle Tierfotografen magisch in seinen Bann zieht. Wer schon einmal versucht hat, Gänsesäger mit ihren Jungen „draußen“ z. B. an der Isar zu fotografieren, der weiß, wie schwierig das ist. Meistens kommt man an die Tiere nicht wirklich nahe ran, so scheu sind die Vögel. Anders dagegen im Schlosspark. Hier sind die Vögel so an die vielen Besucher gewöhnt, dass sie beinahe jede Scheu verloren haben. Manchmal schwimmen die Säger so nahe ran, dass ich ein paar Meter zurückweichen mußte, da sonst die Naheinstellgrenze meines Objektives unterschritten wurde. Der Nymphenburger Sclosspark ist wahrscheinlich der beste Platz in ganz Europa, um die Mütter mit ihren Jungen zu fotografieren. Die Gänsesägermuttter kletterte nach einer Weile auf das Ufer und mit ihr neun kleine Junge. Die Kleinen schlüpften unter das Gefieder der Mutter auf der Suche nach Schutz und Wärme. Lediglich ein paar kleine Köpfchen lugten unten hervor. Was für ein Anblick. Da sich nicht alle Tiere in einer Schärfenebene befanden, blendete ich einfach auf 11 oder 16 ab. Ein weiterer Vorteil der digitalen Fotografie. Um die notwendige Verschlußzeit für scharfe Bilder zu erhalten, fuhr ich gleichzeitig die ISO Zahl auf 1600 nach oben. Was heute alles möglich ist – unglaublich.

Insgesamt verbrachte ich diesen Mai drei Vormittage im Park und produzierte 1600 Bilder. Es war für mich wie die Rückkehr zu meinen Wurzeln. Endlich konnte ich mal wieder ohne kommerziellen Druck fotografieren. Ich hatte den Kopf total frei, dachte nicht an Agenturen, Bücher, Projekte….sondern fotografierte einfach das, was mir Spass machte. Nach diesen drei Tagen im Park fühle ich mich wieder erholt. Erholt für neue Projekt, neue Bücher, neue Ziele und wer weiß, vielleicht mache ich nächstes Jahr  wieder Urlaub im Nymphenburger Schlosspark

Bei den Nenets in der russischen Arktis! (26. Mai 2011)

Ende April machte ich mich auf in den hohen Norden Rußlands. Mein Ziel waren die Nenets, ein Volk von Rentiernomaden, das noch sehr ursprünglich in der russischen Tundra unweit des arktischen Ozeans lebt. Lange im Voraus hatten wir die Reise geplant (vielen Dank an Andrey von Greenpaece Rußland für all die Mühe) und eine Familie ausfindig gemacht, die bereit war, uns für ein paar Tage aufzunhemen. Von Moskau aus ging es mit dem Flugzeug nach Naryan-Mar, einer nicht unbedingt schönen 30.000 Einwohner Stadt am Fluß Petschora. Schon am nächsten Morgen begann unser Abenteuer. Unser russischer Fahrer holte uns ab und wir machten uns auf einer holprigen Schotterpiste auf in die Tundra. Nach etwa 3 Stunden Fahrt entdeckten wir die Familie. Ich glaubte meinen Augen kaum zu trauen. Wir sahen fünf Gespanne von Rentieren, die große hölzerne Schlitten hinter sich herzogen, auf denen die Familie ihr gesamtes Hab und Gut gepackt hat. Ein Bild wir vor 100 Jahren. Die Nenets leben als sogenannte Rentiernomaden. Das heißt sie ziehen mit den großen Rentierherden über das Land. Im Sommer wandern die Herden an die Küste des arktischen Ozeans, im Winter ziehen sich die Tiere in die Tundra zurück. Die Nenets folgen „ihren“ Herden und leben von dem, was die Tiere geben. Sie essen das Fleisch der Rentiere, fertigen große Teile ihrer Kleidung aus Rentierfell-und Haut und verkaufen heutzutage Teile des Rentierfleisches auf dem „Weltmarkt“. Insgesamt leben heute noch ca 40.000 Nenets in der russischen Tundra. Sie verteilen sich sowohl auf den europäischen Teil der russischen Arktis wie auch auf den sibirischen Teil des hohen Nordens. Anders als z. B die Samen in Skandinavien leben die Nenets in Rußland noch äußerst ursprünglich. Sie sind noch echte Nomaden, die ihren Herden folgen und fast wöchentlich an einem anderen Platz zu finden sind. Die Nenets schlafen in sogenannten Chums, Zelte aus Rentierfell- und Haut. Jede Familie besitzt eine bestimmt Rentierherde, die die Famillie ernährt. Die Herde, die mehrere tausend Tiere umfassen kann, lebt wild in der Tundra, die Nenets halten sich lediglich eine kleine Gruppe mehr oder weniger domestizierter Tiere zum ziehen der Schlitten. Das Ziehen von Schlitten durch Rentiere ist nur bei den Kleinvölkern der russischen Arktis und Sibiriens verbreitet. Die Samen in Skandinavien haben zwar auch Rentiere domestiziert, das ziehen von Schlitten durch die Tiere war dort jedoch nicht verbreitet.

Wir verbrachten insgesamt eine Woche mit den Nenets in der Tundra und ich muss sagen, es war wirklich beeindruckend. Nach jeder Etappe mit den Transportschlitten waren innerhalb von nur einer (!!!) Stunde  die Zelte aufgestellt und wir saßen im mollig warmen um einen reichlich gedeckten Tisch und ließen uns zartestes Rentierfleisch und köstliche Moltebeeren auf der Zunge zergehen. Die Gastfreundschaft dieser Menschen war unglaublich. In den Tagen, in denen wir die Familie begleiten durften, bekamen wir einen kleinen Einblick in die Lebensweise dieser Menschen. Wir durften dabei sein, wenn die Tiere für die Schlitten ausgewählt und gekonnt mit dem Lasso eingefangen wurden, wir fuhren mit raus zu den großen Rentierherden und wurden sogar Zeuge einer Rentiergeburt (ein Wahnsinnserlebnis für mich). Während mir auf den Schlitten ständig kalt war, schienen meine Begleiter keine Kälte zu kennen. Kein Wunder, sind sie im Winter doch Temperaturen von bis zu – 40 Grad gewöhnt. Über die – 3 Grad im arktischen Frühling konnten die Jungs nur milde lächeln. Nach jedem Ausflug zur Herde wurden wir  mit einem großen Essen und wunderbar heißen Tee empfangen. Ich habe mir mit dieser Woche bei den Nenets einen Lebenstraum verwirklicht. Ich habe zwar vor Jahren schon mal die Samen in Nordnorwegen dokumentiert, doch die ursprünglich Lebensweise dieser Leute war wirklich einmalig. Bereits während meines Ethnologiestudiums hatte ich mich intensiv mit den nordischen Kleinvölkern Sibiriens und der russischen Arktis beschäftigt und nun konnte ich alles hautnah erleben und fotografisch dokumentieren. Wahnsinn. Im August geht es auf einer zweiten Reise nach Sibirien. Ich bin schon gespannt, was dann auf mich zu kommt. Das Projekt „Arktis“ nähert langsam dem Ende. Noch zwei Reisen (Grönland und eben Rußland), dann bin ich am Ende (im wahrsten Sinne des Wortes). Im September erscheint dann endlich mein großer Bildband über den hohen Norden.