Das war`s!

Da wir ja jetzt alle wieder raus dürfen, beende ich meine kleine Bilderserie. Ich hoffe euch damit ein wenig unterhalten zu haben.

In Zukunft werde ich die meisten meiner neuen Bilder auf facebook (facebook Bernd Roemmelt photography) oder ab nächster Woche auf instagram vorstellen.

Natürlich werde ich auch meiner website treu bleiben…nur eben nicht mehr ganz so häufig Bilder zeigen…“echte“ news gibt`s aber weiterhin auch hier.

Bernd Römmelt im Mai 2020!

Serie Bild 48: In der Landschaft!

Das Bild entstand im Juni 2013 im Katmai Nationalpark in Alaska. Juni ist eine tolle Zeit im Katmai. Die Bären sind erst seit ein paar Wochen wach und kommen „in scharen“ die Berge hinunter an die Küste, um dort nach langer Fastenzeit zu fressen. Sie fressen zu dieser Zeit aber keinen Lachs, der zieht erst Ende August, sondern in erster Linie frisches Gras…man mag es kaum glauben. Manche Bären suchen auch die Strände nach kleinen Krebsen ab…die meisten grasen aber…wie bei uns die Kühe auf der Weide.

Ich wollte unbedingt im Juni zu den Bären, da ich zu dieser Jahreszeit gar nicht dazu verleitet werden konnte, Bären beim Lachsfang zu fotografieren (weil eben keine Lachse da sind). Ich hatte ganz andere Bilder im Kopf. Ich wollte Bären in der grandiosen Berg/Küstenlandschaft des Katmai Nationalparks fotografieren – immer eingebettet in diese grandiose Landschaft. Das geht natürlich am besten, wenn man ganz nah ran kommt. Zum Glück sind die Bären im Katmai sehr entspannt. Meist saßen wir einfach im Gras und ließen die Bären kommen….das erforderte zwar ein wenig Geduld, funktionierte aber ziemlich gut. Manche der Bären kamen auf knapp 5-10 Meter an uns ran. Ich konnte eine Vielzahl der Bilder mit einem 24-105mm Zoom knipsen. Ich mag das obige Bild sehr gerne, zeigt es doch einen wunderschönen Küstenbraunbären vor einem der spektakulärsten Berge des Parks….und über der Bergspitze baute sich gerade noch rechtzeitig eine fotogene Wolke auf. Bären in Alaska zu fotografieren ist fast so spannend wie Steinböcke auf der Benewand…aber nur fast!!

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im Mai 2020!

Auch bei Facebook „Bernd Roemmelt photography“

Serie Bild 47: Der Geist des Waldes!

Das Bild des Luchses entstand im Winter 2016 im kanadischen Yukon Territorium. Ich fuhr damals den legendären Dempster Highway bis hinauf nach Inuvik. Auf der Rückfahrt (ich war total erschöpft vom ständigen fotografieren bei – 40 Grad….und das über Wochen)… sah ich am Straßenrand plötzlich diesen Luchs. Ich konnte es nicht fassen. Ich hatte bis dahin noch nie einen wilden Luchs gesehen…und nun das! Keine 10 Meter von mir entfernt saß dieser Geist des Waldes. Ich stoppte sofort das Auto, schaltete den Motor ab, ließ das Fenster runter und begann zu fotografieren…der Luchs ließ sich in keinster Weise stören. Er schaute ganz angespannt auf die andere Straßenseite….und dort….plötzlich zwei weitere Luchse…und dann noch ein dritter. Ich konnte es nicht glauben. Insgesamt vier Luchse, drei links, einer rechts….eine ganze Familie. Wahnsinn, unfassbar. Ich wußte nicht, wohin ich fotografieren sollte….die Luchsmama oder doch die drei kleinen?! Das ganze Schauspiel dauerte gerade mal fünf Minuten, dann war die Luchsfamilie verschwunden. Ich war mir damals gar nicht ganz sicher, ob das alles Realität war. Erst der Blick auf den Bildschirm meiner Kamera zeigte…tatsächlich passiert. Ein Wunder…solche Wunder gibt es nur im hohen Norden…der zweitbesten Region der Welt (nach dem bayerischen Oberland…hihi…das musste sein)

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im Mai 2020!

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Serie Bild 46: Wettersteinleuchten!

Vorgestern morgen ging`s bei dichter Bewölkung ins Werdenfelser Land. Irgendwie hatte ich geahnt….da geht was. Als ich ankam stand ich im dichten Nebel. Mist. Zum Glück hatte ich noch knapp 45 Minuten bis zum Sonnenaufgang. Ich schnappte mir mein Bike und gab Gas. Ich musste ca 400 Meter an Höhe gewinnen. Oben angekommen, dann dieser Blick!!! Wahnsinn. Das gesamte Wetterstein (inkl. Zugspitze) ragte aus dem Nebel. Was für eine Stimmung. Die besten Bilder entstehen immer bei Wetterwechsel….dann nämlich wird`s wild. Und wild ist immer gut!!

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im Mai 2020!

auch bei Facebook: Bernd Roemmelt Photography

Serie Bild 45: Stolzer „Gockel“!

Das Bild entstand im September 2012 in der Brooks Range im Norden Alaskas. Eigentlich wollte ich dort oben Landschaften im Herbstkleid fotografieren, das Wetter war aber so schlecht, dass an Landschaftsfotografie tagelang nicht zu denken war. Also wendete ich mich den Tieren zu (Alaska ist da recht Fotografen freundlich….anders ausgedrückt: selbst tierfotografische Legastheniker wie ich, bringen hier ganz nette Tierbilder mit).

Ich fuhr also die Haul Road entlang und plötzlich sah ich direkt am Straßenrand diesen wunderbaren Tannenhahn (oder heißt es männliches Tannenhuhn?)….wurscht….er sah einfach gigantisch schön aus. Ich stoppte ganz vorsichtig mein Auto, ließ das Fenster herunter und begann zu fotografieren. Der Hahn/das Huhn (??) ließ sich in keinster Weise stören. Langsam stieg ich aus dem Auto und legte mich flach auf den Bauch, um irgendwie auf Augenhöhe mit dem Vogel zu kommen. Ich konnte aus dieser Perspektive gerade mal vier Aufnahmen machen, dann wurde es dem Hahn (Huhn??) zu blöd und er verzupfte sich.

Ich liebe Tannenhühner….sie kommen nicht so häufig vor wie beispielsweise ihre Verwandten die Schneehühner….sind aber umso fotogener. Sowohl Tannen- wie auch Schneehühner verbringen das ganze Jahr im hohen Norden und flüchten nicht vor dem kalten Winter wie so viele andere Vögel…..echte Helden der Arktis. Ich fotografierte an diesem Tag noch Dallschafe, einen Grizzly, eine Waldohreule und einen Elch…Schlechtwetterphasen lassen sich so ganz gut überbrücken…das ist Alaska…the last frontier.

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im April 2020!

Facebook hat gewonnen!

Liebe Besucher meiner Website,

seit gestern bin ich in den Fängen von Facebook (Facebook Bernd Roemmelt photography). Ich habe dort noch nichts gepostet….werde aber in Zukunft meine Beiträge von meiner Website hinüber zur dunklen Seite der Macht verschieben. In Kürze wird auch Instagram bespielt.

Darüber hinaus darf ich ankündigen, dass sich in naher Zukunft auch auf youtube einiges tun wird. Das wird richtig interessant und wird auch mir eine Menge Spass bereiten. Bleibt gespannt….ich werde bald näheres berichten.

Bernd Römmelt im April 2020!

Serie Bild 44: Karwendelglühen!

Das Bild entstand gestern Abend im Werdenfelser Land und zeigt die nördliche Karwendelkette. Manchmal lohnt es sich, den Wetterbericht gut zu studieren. Der DAV Wetterbericht sprach von abziehenden Wolken. Und tatsächlich, nachdem es den ganzen Tag regnete (zum Glück…wir brauchten und brauchen dringend Regen) machte es am frühen Abend auf. Ich bin natürlich sofort losgestartet…mit fast genau diesem Bild im Kopf. Ich wollte die nördliche Karwendelkette mit Schnee fotografieren, der über Nacht gefallen war. Das über den Bergen noch wunderbar dunkle Wolken zurück blieben….war Glücksache.

Dieses Motive wurde schon millionenfach geknipst….und ist trotzdem immer wieder schön. Ab nächster Woche beginnt für mich die (Foto)Bergsaison….ich muss langsam loslegen, sonst schaffe ich meinen Abgabetermin für mein neues Buch nicht. Ab jetzt wird`s anstrengend….aber sauguat!!

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im April 2020!

 

Serie Bild 43: Eingeschlossen im Eis!

Das Bild entstand im April 2019 (vor einem Jahr!! mir kommt es wie eine Ewigkeit vor) in Svalbard. April ist eine interessante Zeit in der Arktis. Die Tage werden wieder länger (bzw ab ca. dem 20 April ist nur noch Tag), es ist nicht mehr so kalt (wir hatten den wärmsten April seit Temperaturaufzeichnung) und viele Vögel kehren in ihre Brutgebiete zurück.

Wir waren mit einem kleinen eisfähigen Schiff unterwegs und wollten Winterlandschaften und natürlich so viele Tiere wie nur möglich fotografieren. Packeis war an der Westküste so gut wie gar keins vorhanden, was nichts ungewöhnliches ist, da der warme Golfstrom schon immer für einen eisfreien Westen sorgte. Leider war aber auch die Ausdehnung des Fjordeises extrem gering. Fjordeis wird besonders von Eisbärenmüttern mit jungen dringen benötigt, um dort, geschützt vor den großen Männchen (die meist draussen auf dem zugefroreren Meer unterwegs sind), auf Jagd zu gehen. Es war erschreckend, wie wenig Fjordeis vorhanden war. Wir hatten meist plus Temperaturen, was im April doch sehr ungewöhnlich ist. Im April müsste das Packeis eigentlich seine maximale Ausdehnung erreicht haben….jetzt aber schmolz das Eis. Es ist Wahnsinn, was in der Arktis gerade passiert. Wir werden diesen grandiosen Naturraum verlieren…da bin ich mir leider sehr sicher. Die Welt wird geleitet von Trumps, Putins oder Bolsonaros (und von AfDlern) die irrlichtend das Welt (und Klima-) geschehen (mit)bestimmen….traurig.

Eines Tages fuhren wir mit unserem kleinen Schiff in eine kleines Packeiszone. Langsam schob sich das Schiff durch das Eis. Es war unglaublich. Wer schon mal das knarzen von Packeis gehört hat, der wird mich verstehen…es ist magisch. Das ganze schaut schon von unten fantastisch aus…aber von oben…einfach noch mal um Klassen besser. Man muss bei derartigen Luftaufnahmen nur ein wenig aufpassen. Das Schiff bewegt sich ja…die Drohne merkt sich aber nur den „Abflugplatz“. Ziehe ich die Drohne auf meiner grünen Linie auf meinem Bildschirm zurück, dann kommt die Drohne genau dorthin zurück, von wo aus sie gestartet ist….nur steht dort eben unser Schiff nicht mehr…hihi. Also auf dem Schiff immer schön auf Sicht fliegen, dann gibt es keine Probleme.

Ich mag das Bild sehr gerne, zeigt es doch unser kleines Schiff in mitten dieser grandiosen Packeislandschaft….es wirkt fast ein wenig verloren…wie wir da wieder rausgekommen sind? Keine Ahnung….irgendwann waren wir auf jeden Fall wieder im offenen Wasser. Die Reise ist Teil eines neuen Projektes, dass ich in den nächsten Jahren (Jahrzehnten?) verwirklichen will….der hohe Norden lässt mich einfach nicht los!

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im April 2020!

 

Serie Bild 42: Sonnenzauber am nächtlichen Himmel!

Das Bild der Polarlichter entstand im Februar 2012 in einer der wildesten und schönsten Gebirgslandschaften der Welt: der Brooks Range im hohen Norden Alaskas. Es war eine magische Nacht. Ich arbeitete damals an meinem Bildband über Alaska. Wer im Februar in die Brooks Range reist, der muss mit Temperaturen von unter – 40 Grad zurechtkommen. Auch in dieser Nacht sanken die Temperaturen auf – 44 Grad. Eigentlich keine perfekten Bedingungen, um draussen Polarlichter aufzunehmen.

Ich fotografierte bereits den ganzen Tag in dieser wunderbaren Gebirgswelt nördlich des Polarkreises. Es war einfach saukalt, das Licht aber den ganzen Tag so sauguat, dass ich einfach nicht anders konnte, als von einem Motiv zum nächsten zu hetzen. Am Abend (im Februar nördlich des Polarkreises gegen 15 Uhr) war ich dann so erschöpft, dass ich eigentlich nur noch schlafen wollte. Doch dann ging es erst los!! Die Sonne sank hinter die Berge, die Dunkelheit brach herein. Schon in der Dämmerung sah ich am Himmel die ersten Nordlichter aufflackern. Mist…also draussen bleiben. Es wurde eine unglaubliche Nacht. Die Polarlichter begannen am nächtlichen Himmel zu tanzen und hörten erst am nächsten Tag gegen 6 Uhr morgens mit dieser Unerhörtheit auf. Es braucht viel Enthusiasmus und Motivation bei 40 Grad unter Null draussen zu stehen und die ganze Nacht Nordlichter zu fotografieren. Manchmal war ich derart eingefroren, dass ich ins Auto steigen musste, um mich ein wenig aufzuwärmen….anders ging es nicht.

Das obige Polarlicht gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Zwar ist die Landschaft im Vordergrund nicht wirklich spektakulär…aber dieses Polarlicht. Ein Nordlicht mit diesen unterschiedlichen Farben hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Die meisten Polarlichter sind grün, manchmal auch gelb. In diesem besonderen Polarlicht waren aber alle Farben vereint: gelb, rot, grün, leichtes lila…Wahnsinn. Ich fotografierte in dieser Nacht bis 6 Uhr morgens, trank einen Kaffee und dann gings schon wieder raus: Berge im ersten Licht fotografieren…puh…es war einfach a Traum, sauguat, a riesen Gaudi…Fotografieren kann Stress sein…aber das ist jammern auf hohem Niveau…! Wer mehr über Polarlichter erfahren will, wer sich für die Polarlichtfotografie interessiert, der kann sich mal mein Buch „Polarlichter – Sonnenzauber am nächtlichen Himmel“,  erschienen im Knesebeck Verlag anschauen. Es ist nun ganz frisch in der 4. (!!) Auflage erschienen.

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im April 2020!

Serie Bild 41: Familientreffen!

Das Bild entstand im Mai 2009 im Nymphenburger Schlosspark in München. Der Nymphenburger Park ist eine Paradies für viele wilde Tiere…und das mitten in der Stadt. Ich fotografiere im Park seit über 25 Jahren. Mein aller erster Bildband hatte diesen Park mitten in München als Thema (erschienen im Buchendorfer Verlag im Jahr 2001). Hätte ich damals schon die Möglichkeiten der digitalen Fotografie gehabt…oh mei…ich darf gar nicht daran denken. Das beste Buch über den Park, mit all seinen Tieren, perfekt in Szene gesetzt, stammt vom besten Schlosspark Fotografen Thoma Grüner. Sein Buch erschien im Jahr 2017 („Nymphenburger Schlosspark, Tiere und Pflanzen: Spaziergänge zu allen Jahreszeiten, München Verlag)

Der Frühling ist im Park die mit Abstand beste Zeit. Im April sieht man unzählige Graugänse mit ihren kleinen, dazu gesellen sich Kanadagänse, Stockenten und manchmal auch Nonnengänse mit Küken. Den Höhepunkt bilden aber die Gänsesäger mit ihren jungen. Gänsesäger sind eigentlich sehr scheue Wasservögel, wer schon mal versucht hat einen Säger draussen an einem der Seen im bayerischen Alpenvorland zu knipsen, der weiß wovon ich spreche. Ganz anders dagegen im Schlosspark. Hier sind die Vögel so an die vielen Besucher gewöhnt, dass man sich ihnen auf wenige Meter annähern kann…und das ohne Deckung. Im Mai sieht man diese wunderbaren Vögel mit ihren jungen durch die Kanäle im Park schwimmen. Das besondere: sie tragen die Küken auf dem Rücken. Ich habe schon Säger gesehen, die bis zu 14 Küken im Schlepptau hatten.

Das Bild oben entstand an einem regnerischen Tag im Mai. Eigentlich wollte ich gar nicht in den Park aber der „Fotodrang“ war dann doch zu groß. Zuerst sah ich nur die Gänsesägermutter am Uferrand sitzen. Irgendwie kam sie mir aber so groß, so aufgeplustert vor. Oft sitzen die Gänsesäger am Ufer und ruhen sich mit samt ihren Küken aus, die kleinen schlüpfen dann meist unter das Federkleid der Mutter. So auch hier. Ich näherte mich ganz langsam, legte mich auf den Bau und wartete. Nach ein paar Minuten bewegte sich was….ein junges kam hervor und kletterte sofort auf den Rücken der Mutter….dann kam auch noch ein zweites. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Ein Küken, das an Land auf dem Rücken der Mutter saß. Unglaublich. Ich fotografierte ein Bild nach dem anderen. Ein paar Minuten später stand die Sägermutter auf….und unter ihr kamen zehn weitere Küken zum vorschein. Sie glitt ins Wasser, die kleinen hinterher. Ich beobachtete die Familie noch eine ganze Weile, wie sie den Kanal hinauf schwamm. Ich schaute meine Bilder auf meiner Kamera an und freute mich wie ein Schneekönig….es lohnt sich immer wieder….der Schlosspark ist ein Paradies….heute wie vor 25 Jahren.

Das Leben ist schön!

Bleibt`s gsund!

Bernd Römmelt im April 2020!